Ausgerechnet beim Gastspiel in seiner slowenischen Heimat hat Top-Favorit Primoz Roglic beim 108. Giro d'Italia unerwartet viel Zeit verloren. Der Kapitän des Teams Red Bull war wie der ebenfalls zum Favoritenkreis zählende Spanier Juan Ayuso durch einen Sturz etwa 23 Kilometer vor dem Ziel in Nova Gorica aufgehalten worden. Eine kleine Gruppe setzte sich ab, darunter der Gesamtführenden Isaac del Toro.
Den Tagessieg nach 195 Kilometern sicherte sich der früh zu einer Ausreißergruppe zählende Däne Kasper Asgreen als Solist. Der viermalige Etappensieger Mads Pedersen war im Vorfeld als großer Favorit auf den Erfolg in Slowenien gehandelt worden. Doch der dänische Ex-Weltmeister kam wie andere Fahrer auf regennasser Straße zu Fall, wozu es etwas über 20 Kilometer vor dem Ziel zum Split im Peloton kam. Am Ende erreichten Roglic und Ayuso das Ziel fast eine Minute hinter del Toro.

Bester Belgier am Samstag war Edward Planckaert (Alpecin-Deceuninck). Der 30-Jährige aus Kortrijk kam als 18ter Fahrer über die Ziellinie und hatte 43 Rückstand auf den Tagessieger del Toro. Wout van Aert vom Team Visma - Lease a Bike musste sich derweil mit Rang 55 begnügen (+2.06).
Del Toro baut Vorsprung aus
In der Gesamtwertung baute das mexikanische Top-Talent del Toro seinen Vorsprung überraschend aus. Der 21-Jährige hat nun 1:20 Minuten Vorsprung vor dem Briten Simon Yates. Sein eigentlicher Kapitän Ayuso liegt als Dritter bereits 1:26 Minuten zurück. Roglic, Giro-Sieger von 2023, ist zwar nach wie vor Fünfter, muss aber bereits 2:23 Minuten auf del Toro gutmachen.
Am letzten Tag der zweiten Giro-Woche wird es am Sonntag deutlich anspruchsvoller. Auf den 219 Kilometern von Fiume Veneto nach Asiago ist der über 25 Kilometer lange Monte Grappa zu bewältigen. Von der dritten und letzten Bergwertung, dem fast 17 Kilometer langen Dori, sind es dann noch über 20 Kilometer bis ins Ziel. (dpa/calü)

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