Kundiges „Lifting“ für den Ortskern

<p>Mit dem Projekt „Post“/„Bäckerei“ endet für die AG „Auf dem Weiher“ eine Investitionstätigkeit, die der Ortschaft Schönberg über Jahrzehnte einen baulich-wohnlichen Mehrwert beschert.</p>
Mit dem Projekt „Post“/„Bäckerei“ endet für die AG „Auf dem Weiher“ eine Investitionstätigkeit, die der Ortschaft Schönberg über Jahrzehnte einen baulich-wohnlichen Mehrwert beschert. | Fotos: Concept Interior Design / Thomas Leufgen

Zugleich stand (und steht) der neutestamentarische Satz „Seht! Ich mache alles neu“ sinnbildlich für die bauliche Tätigkeit, die sich in den vergangenen zwei Jahren gerade an diesem stark frequentierten Standort im oberen Ortskern entwickelt hat.

An der Spitze der beiden Straßen in Richtung Dorfberg (rechts) und Bleialf (links) blickt das ehrgeizige Projekt „Alte Post“ seiner Fertigstellung entgegen. „Endlich“ - so mit Händen greifbar die Erleichterung bei Bauherr und Investor Günther Leufgen, der die Bereitstellung für den Spätherbst terminiert hat.

Zweifellos eine Aufwertung für diesen Schönberger Ortsteil. Und für den Initiator faktisch die „Apotheose" hinter einem mittlerweile fünfundfünfzigjährigen „Leben am Bau". Das nach drei Jahren an BS/TI in St.Vith bereits 1970 mit einer vierjährigen Lehre im elterlichen Betrieb startete, gefolgt vom Meisterbrief zwei Jahre später, mit dem Günther Leufgen ebenso motiviert wie unbeirrbar in die Betriebsführung „aufstieg“. An der Seite seines Vaters Matthias Joseph Leufgen, der die Firma im Jahre 1950 gegründet hatte.

Derzeit ist er mit seiner Gesellschaft „Auf dem Weiher“ zuständig für die Umsetzung eines äußerst attraktiven Projekts, an dem er aktuell täglich vorbeifährt. Denn ungeachtet der Übernahme des Traditionsunternehmens durch Markus Brüls und Peter Meyer zum 1. Januar 2019 hat Günther Leufgen als einer von drei Geschäftsführern nach wie vor seinen Schreibtisch am Firmensitz in der Bleialfer Straße 25.

Historische Struktur „materiell“ erhalten

Also gerade mal zweihundert Meter von seinem letzten „eigenen“ Bauprojekt, dem Um- und Ausbau von Haus Simons, der vormaligen Post. Eine kleine Residenz als „Symbiose aus Alt und Neu“, die in ihrer finalen Phase durch den Umbau der früheren Bäckerei eine schlüssige Ergänzung erfährt. In der Summe neun Wohnungen, zuzüglich Fotostudio mit Büroetage und Freizeittreff.

Das Gebäude am unteren Dorfberg bleibt im Zuge der Renovierung in seiner geschichtlichen Struktur erhalten, so u.a. mit den Fensterrahmen und der Doppeltreppe. Einzig Dachgauben zieren künftig das Anwesen, das laut Jahreszahl über der Tür in 1930 von Familie Hostert-Simons errichtet wurde.

Hier finden sich künftig im Erdgeschoss die Büroräume von Thomas Leufgen (Porträt Atelier), während Ober- und Dachgeschoss zu einer Wohnung mit drei Zimmern ausgebaut wurden.

Das angrenzende Fotostudio wirkt als architektonischer „Korridor“ zum Neubau, entstanden auf der Wiese an der Bleialfer Straße - mit vier Wohnungen, hierunter im Erdgeschoss je drei Zimmer und im Obergeschoss je zwei Zimmer (oben stets ergänzt um eine ausladende Terrasse von vierzig Quadratmetern). Während im Untergeschoss (auf Straßenniveau) Keller und Carport Platz finden.

Hintergrund

Bei allen sanierten Projekten (hierunter etliche aus seinem Familienkreis) standen für Günther Leufgen stets drei Überlegungen im Vordergrund. Erstens setzte er möglichst auf die optische Wahrung des Altbestands (bestenfalls musste mal ein Stall oder eine Scheune „weichen“). Zweitens sollte der neu geschaffene Wohnraum zugleich funktionell und bequem sein (weshalb mancherorts alte innere Strukturen aufgebrochen wurden). Und drittens war die Ausführung ungeachtet des Kostenfaktors qualitativ nachhaltig und langlebig angelegt. Eine Bautätigkeit, die nun - in zentraler Lage - durch neun Wohnungen mit insgesamt zwanzig Zimmern abgeschlossen wird. Womit Günther Leufgen seine Aktivität nachfolgend ausschließlich auf die Vermietung ausrichtet. Und die, so seine bisherige Erfahrung, „keine Langeweile kennt.“ Da die Gesellschaft in ihrem Portfolio teils stark variierende Wohnungen zählt, kennen auch die Mieten ein stark gestaffeltes Preisgefüge zwischen 600 und 1200 € (je nach Größe/Alter/Lage/Qualität). „Stets wertiger Wohnraum, in dem nicht nur ein paar Pinselstriche angebracht wurden.“

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