Schreibgeld: Steuerreform in der Wallonie bleibt umstritten

<p>Die Steuerreform bleibt im wallonischen Parlament umstritten.</p>
Die Steuerreform bleibt im wallonischen Parlament umstritten. | Foto: belga

Die ersten Zahlen aus den Notariatsbarometern zeigten, dass die Anzahl der Immobilienverkäufe im ersten Quartal 2025 um 12,47 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen ist. Zudem habe es in Belgien eine Steigerung des Kreditvolumens um 27,5 % gegeben. „Die Reform war notwendig, um den Zugang zu Wohneigentum für mehr Menschen zu gewährleisten“, so Christine Mauel in einer Mitteilung.

Das Video zeigt einen Ausschnitt aus der Regierungserklärung von Ministerpräsident Dolimont Mitte April

Zu einer ganz anderen Einschätzung kommt ihr Ecolo-Parlamentskollege Freddy Mockel: So sei die Steuersenkung unter anderem dazu genutzt worden, um höhere Preise zu erzielen, „sodass junge Familien heute, im Vergleich zum Vorjahr, sogar noch draufzahlen“. Auch Freddy Mockel verweist auf Zahlen der Notariatskammer: Demnach sind die Preise für Häuser im ersten Quartal 2025 in der Wallonie im Vergleich zu 2024 um 17,8 % gestiegen. „Da auch die steuerliche Absetzbarkeit gestrichen wurde, ist damit für fast alle Erstkäufer der Hauskauf teurer geworden, selbst wenn die Preisentwicklung in den kommenden Monaten etwas abflachen sollte“, kritisiert Mockel. Gleichzeitig belaste die Reform den „maroden Haushalt“ der Wallonischen Region. (red/sc)

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