Hauset: Neue Karte gibt Überblick zu Straßen und Gebäuden

<p>Die Gebäude sind nach Alter in unterschiedlichen Farben dargestellt.</p>
Die Gebäude sind nach Alter in unterschiedlichen Farben dargestellt. | Karte: Dorfarchiv

Die Karte selbst wurde auf der Grundlage der aktuellen Kartografie des Nationalen Geografischen Instituts von Christoph Laschet aus Raeren entwickelt, dem „hauseigenen“ Kartografen der Gruppe. Sie erfasst alle aktuellen Straßen und einzelnen Gebäude der Ortschaft, Stand Februar 2025. Die Besonderheit ist dabei, dass die älteren Gebäude in unterschiedlichen Farben gehalten sind.

Die Gehöfte, die älter als 200 Jahre sind, wurden in Gelb markiert, die 150 Jahre alten Gehöfte in Grün und die rund 100 Jahre alten Gebäude, also die Bebauung in der frühen belgischen Zeit, in Blau. Somit kann man sofort erkennen, dass der eigentliche Bauboom in Hauset sich erst in den letzten 50 Jahren entwickelt hat. Dies wundert an sich niemanden, die Bevölkerung hat sich in dieser Zeit mehr als verdoppelt, auf heute über 2.000 Einwohner.

Walther Janssen führte in einer Slideshow durch die verschiedenen Weiler und Viertel der Ortschaft, anhand von zahlreichen Fotos der Gebäude, die allesamt von Paul Kockartz aufgenommen wurden und auch in zwei Bildbänden im Dorfarchiv vorliegen. Es wurden auch die verschiedenen Quellen erläutert, wie zum Beispiel die Ferraris-Karte (um 1773), die Tranchot-Karte (um 1813-15), das Ur-Kataster von Preußen (1826-1828) und spätere Kataster der Ortsgemeinde Hauset in der Bürgermeisterei Hergenrath und in der Pfarre Eynatten.

Walther Janssen bedankte sich ausdrücklich bei allen, die an der fast „wissenschaftlichen“ Bearbeitung der Karte mitgewirkt haben, insbesondere bei André Hinck, der mehrfach Korrekturlesungen vornahm und der sich, zusammen mit Michael Stein, auf die Suche nach den alten Grenzsteinen von Hauset machte, die in preußischer Zeit um 1831/32 und bis 1842 aufgestellt wurden. Sie sind ebenfalls in der neuen Karte eingezeichnet, genau wie die Adlersteine am Landgraben (Grenze zum Aachener Reich), und die über 40 Wegekreuze, auch als Kleindenkmäler bezeichnet. Übrigens hat der Freundeskreis dem für Kulturerbe zuständigen Ministerium vorgeschlagen, einen Teil dieser Kleindenkmäler und auch der Gebäude von dorfgeschichtlichem oder architektonischem Interesse in das Kulturerbe-Verzeichnis aufzunehmen.

Die über 30 Teilnehmer zeigten sich begeistert von der geleisteten Arbeit und brachten auch vielfach zusätzliche Informationen in die Diskussionen ein. Die Karte kann auch online eingesehen werden. Ergänzungen oder Korrekturen bitte an archiv@hauset.info.

www.hauset.info

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