Häusliche Gewalt: 79 Prozent der Opfer leiden auch nach der Trennung noch unter Gewalt

Häusliche Gewalt: 79 Prozent der Opfer leiden auch nach der Trennung noch unter Gewalt

Aus der Studie geht hervor, dass Gewalt mit dem Beenden einer Beziehung nicht aufhört. „Dies ist eine Darstellung, die oft von Polizei und Justiz vermittelt wird“, sagt Emmanuelle Melan, die die Forschung zur Gewalt nach der Trennung für die gemeinnützige Organisation "Solidarité Femmes" durchgeführt hat. „Für einen gewalttätigen Mann ist es die ultimative Provokation zu sehen, dass er die Kontrolle über seine ehemalige Partnerin verliert. Alle Studien zeigen, dass das Risiko von Gewalt zu diesem Zeitpunkt erhöht ist“, fährt sie fort.

In neun von zehn Fällen ist die Belästigung zum Zeitpunkt der Trennung nahezu konstant. Die Studie zeigt auch, dass diese belastenden Verhaltensweisen im Laufe der Zeit fortbestehen oder sogar zunehmen. Darüber hinaus nehmen 80 Prozent der ehemaligen Partner oder Ehemänner im Falle eines Gerichtsverfahrens eine nicht kooperative Haltung ein. Die Forscherin identifizierte vier Strategien: die Drohung, das Sorgerecht für die Kinder an sich zu reißen (80 Prozent der Fälle), falsche Behauptungen und Verunglimpfungen (92%), die Verwendung des Kindes zur Kontrolle der Mutter (89%) und das Verbünden mit dem Kind gegen die Mutter (92%). (belga)

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