Offener Brief des IDP ruft zum Hinschauen und Handeln auf

<p>Verschiedene Sticker aus dem extrem rechten Spektrum auf der öffentlichen Beleuchtung in der Eupener Innenstadt.</p>
Verschiedene Sticker aus dem extrem rechten Spektrum auf der öffentlichen Beleuchtung in der Eupener Innenstadt. | Foto: Maxime Ortmans

Besonders bemerkenswert fand Tomke Lask, Leiterin des IDP in welcher Höhe die Sticker aufgeklebt sind, denn dazu müsse man zu zweit sein oder eine Leiter dabei haben, um dahin zu kommen. „Wieso bemerkt das niemand?“ Um gegen die zunehmende Verbreitung rechtsextremer Ideologien anzukämpfen, fordern beide konkrete Maßnahmen: Eine stärkere Verankerung von Themen wie Rechtsextremismus und Nationalsozialismus in den Lehrplänen der Schulen sowie regelmäßige Fortbildungen für Fachkräfte des Bildungsbereichs, damit rechtsextreme Tendenzen frühzeitig erkannt und bekämpft werden können. Auch Politik, Justiz und Polizei seien gefragt.

Auch das IDP selbst möchte einen Beitrag zur Sensibilisierung leisten, wie Sabrina Kirschner, Leiterin der Vernetzungsstelle Speak Up! und am IDP für Fragen der politischen (Medien-)Bildung zuständig, ausführt: „Auf unserer Website gibt es nun eine Liste mit verschiedenen Links, die weiterführende Informationen zur Thematik bieten, darunter grundlegende Informationen zu Rechtsextremen oder Seiten, die rechtsextreme Symbole oder Codes auflisten und erklären. Auch im Rahmen von Speak Up! gibt es von Beginn an bei den Tagungen immer Vorträge und Workshops zum Thema Rechtsextremismus. Einige der Arbeitsergebnisse dazu sind bereits im Buch zur ersten Speak Up! Tagung erschienen, Weitere folgen im Buch zu den anderen Tagungen, das im Laufe dieses Jahres erscheint.“ Beide betonen: „Uns ist es wichtig, dass die Menschen nun Haltung zeigen und sich für ein demokratisches Miteinander einsetzen,“ Sie hoffen, dass möglichst viele den Brief mitunterzeichnen und ein starkes Zeichen gegen den Rechtsruck und für ein demokratisches Miteinander setzen. (red/sc)

Der Brief kann, ebenso wie die Materialliste, auf der Webseite des Instituts abgerufen werden: https://idp-dg.be/2025/04/10/offenerbriefrechtsextremismus/

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