Ein Discopionier und seine Jünger: Moroder auf Tour

<p>Giorgio Moroder ist zum ersten Mal live unterwegs mit: «The Celebration of the '80s Tour». Er gab auch zwei Konzerte in Brüssel.</p>
Giorgio Moroder ist zum ersten Mal live unterwegs mit: «The Celebration of the '80s Tour». Er gab auch zwei Konzerte in Brüssel. | Bild: dpa

Zu „Bad Girls“ tanzt man heute noch gerne, bei „What A Feeling“ denkt man an den Film „Flashdance“, und „Take My Breath Away“ kann nicht nur mitsummen, wer „Top Gun“ gesehen hat: Hinter diesen Liedern steckt der Komponist und Produzent Giorgio Moroder. Mit 78 Jahren ist der Italiener nun erstmals auf Livetour. Dabei trat er auch in der Brüsseler Ancienne Belgique auf und das vor vollem Haus.

Auf der Bühne erschien er mit schwarzem Hemd, Glitzerjacke und Schnurrbart, liebäugelte mit seinen Sängerinnen und erzählte von seiner Arbeit. Mit seiner Band, dem Streichquartett und den Sängern spielt er Songs aus den 70ern und 80ern.

Dazu gehören etwa „On The Radio“ von „Disco-Queen“ Donna Summer, „Call Me“ von Blondie und „The Chase“ aus dem Film „12 Uhr nachts – Midnight Express“. Moroder gilt als Discopionier und Vorreiter der elektronischen Tanzmusik. Der in Südtirol geborene Komponist hat für seine Musik bereits vier Grammys und drei Oscars gewonnen.

Vor einigen Jahren setzten ihm Daft Punk auf einem ihrer Alben ein Denkmal. Sie hätten ihn damals angerufen und gefragt, ob sie etwas zusammen machen wollten, sagte Moroder. Da habe er sofort zugesagt. Allerdings hätten sie die Musik gemacht und er habe dazu aus seiner Vergangenheit erzählen sollen. Das habe er ausführlich getan. „Die wissen mehr über mein Leben als ich.“

Moroder hat viel mit Synthesizern gearbeitet und einen Klang gefunden, der auch heute noch futuristisch wirkt. Am Konzertabend gibt es viel Lichtspektakel und ziemlich gute Sänger. Das Publikum feiert den 78-jährigen Moroder - und vermutlich auch die eine oder andere Erinnerung an tolle Disconächte aus früheren Zeiten. (dpa/AG)

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