Innerhalb von weniger als 25 Minuten hatten Anderlecht-Chaoten zwei Mal für eine Spielunterbrechung gesorgt. Teile der mitgereisten Anhänger des Rekordmeisters hatten Pyromaterial auf den Rasen geworfen.
Als Standard Lüttich in der 30. Minute durch Mpoku auf 2:0 erhöhte, musste Schiedsrichter Lambrechts das Spiel zum dritten Mal unterbrechen und es laut Regelwerk abbrechen. In der 22. Minute hatte Marin die „Rouches“ in Führung gebracht. Der Abbruch führt wohl zu einer 0:5-Niederlage von Anderlecht, von Disziplinarmaßnahmen und Geldstrafen einmal abgesehen. Somit kassierte der Rekordmeiste die vierte Niederlage in Folge und tritt so schlecht auf wie zuletzt im Jahr ... 1963. „Das, was hier passiert ist, hat nichts mehr mit Fußball zu tun. Wenn man zu einem Spiel fährt, muss man damit rechnen, auch zu verlieren. Was heute Abend geschehen ist, enttäuscht mich zutiefst. Was dahinter steckt? Ich weiß es nicht. Für Montag hatten wir ein Gespräch mit unseren Ultras angesetzt“, so Anderlecht-Manager Michael Verschueren in einer ersten Reaktion.
Präsident Marc Coucke meldete sich via „Twitter“ aus dem Vietnam-Urlaub und verurteilte die Ereignisse.
Nach dem Abbruch spielten sich außerhalb des Stadion weitere unschönen Szenen ab. Fans des RSC Anderlecht weigerten sich, ihre Busse zu betreten und abzureisen. Stattdessen bewarfen sie Heimfans mit Brandkörpern und Gläsern.
![<p>[Video] Anderlecht-Chaoten sorgen für Abbruch - Chaos vor Stadion</p>](https://grzeng.rosselcdn.net/sites/default/files/dpistyles_v2/ena_16_9_extra_big/2019/04/12/node_12139/22408/public/2019/04/12/B9719242636Z.1_20190412212334_000%2BGSIDCPO2R.1-0.jpg?itok=dqFzGr5P1555102221)
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