Warum jetzt wieder die Gefahr für Wildunfälle steigt

<p>Besonders in den morgendlichen und abendlichen Dämmerungszeiten ist die Gefahr von Wildwechseln auf Straßen besonders hoch.</p>
Besonders in den morgendlichen und abendlichen Dämmerungszeiten ist die Gefahr von Wildwechseln auf Straßen besonders hoch. | Foto: Patrick Pleul/dpa

Das Vorstellen der Uhr auf die Sommerzeit (in der Nacht zu Sonntag, den 30. März) um eine Stunde hat direkte Folgen - auch auf das Verkehrsgeschehen. Denn ein Teil des morgendlichen Berufsverkehrs fällt für Wochen wieder in die Dämmerung. Damit steigt die Gefahr von Wildunfällen, sagen Jagdverbände. Speziell für Rehe ist das die aktivste Zeit. Aber auch Füchse, Waschbären, Feldhasen und Co. sind in der Morgendämmerung unterwegs und kreuzen dabei auch die Verkehrswege der Menschen. In der Abenddämmerung ist ebenfalls mit Wildwechsel zu rechnen. Am gefährlichsten ist die Zeit von 6 bis 8 Uhr und von 21 bis 23 Uhr. Die Zeitumstellung erhöht zwar die Gefahr für die kommenden Wochen, sie ist aber nur ein Grund.

Warum steigt die Gefahr von Wildunfällen im Frühling wieder?

Nach der winterlichen Fastenzeit gehen gerade Pflanzenfresser ganz verstärkt auf Futtersuche. So siedeln sie von ihrem Schlafzimmer ins Esszimmer um. Rehe beispielsweise machen vier bis sechs Fresspausen am Tag und kreuzen bei der Futtersuche auch viele Straßen. Auch beginnen bei Rehböcken die Revierkämpfe. So passieren auf's Jahr gesehen die meisten Unfälle mit Rehen im April und Mai.

Wie lässt sich die Gefahr von Wildunfällen reduzieren?

- Fuß vom Gas: Speziell in der Dämmerung und auf Straßen, die an unübersichtlichen Wald- und Feldrändern entlangführen, ist: Wachsamkeit erhöhen und das Tempo reduzierten. Das gilt speziell auf Abschnitten, wo entsprechende Schilder vor Wildwechsel warnen. Als Beispiel: Wer mit Tempo 80 statt mit 100 km/h durch den Wald fährt, verkürzt im Ernstfall den Bremsweg schon um 25 Meter.

- Auf neuen Strecken besonders wachsam sein: Da, wo neue Straßen durch Wälder und an Waldrändern entlangführen, kann es besonders heikel werden. Denn die Tiere nutzen weiterhin ihre bislang gewohnten Routen.

- Nicht ausweichen: Tauchen Tiere am Rand der Straße auf: Abblenden, hupen und bremsen – bei Bedarf voll bremsen aber nicht riskant ausweichen. Ein Aufprall mit dem Tier verläuft meist glimpflicher als ein misslungenes Ausweichmanöver. Das kann nämlich am Baum, im Graben oder im Gegenverkehr schlimmstenfalls tödlich enden.

- Mit Nachzüglern rechnen: Immer auch mit weiteren rechnen, wenn bereits einzelne Tiere am Straßenrand auftauchen. (dpa/sc)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment