Islamisten lassen drei weitere Geiseln im Gazastreifen frei

<p>Die israelischen Geiseln Iair Horn (l), Sagui Dekel Chen (Mitte links) und Alexander Trufanov (r) werden von Kämpfern der Hamas und des Islamischen Dschihad eskortiert, als sie dem Roten Kreuz in Khan Younis im Gazastreifen übergeben werden.</p>
Die israelischen Geiseln Iair Horn (l), Sagui Dekel Chen (Mitte links) und Alexander Trufanov (r) werden von Kämpfern der Hamas und des Islamischen Dschihad eskortiert, als sie dem Roten Kreuz in Khan Younis im Gazastreifen übergeben werden. | Foto: Abdel Kareem Hana/AP/dpa

Die Terrororganisationen Hamas und Islamischer Dschihad haben im Rahmen einer Waffenruhe-Vereinbarung mit Israel drei weitere Geiseln freigelassen. Die vor mehr als 16 Monaten aus Israel entführten Männer wurden in Chan Junis im Gazastreifen an Vertreter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) übergeben. Es handelt sich um Alexander (Sascha) Trufanov (29), Sagui Dekel-Chen (36) sowie Iair Horn (46). Trufanov wurde von der Terrororganisation Palästinensischer Islamischer Dschihad (PIJ) festgehalten, die anderen beiden von der Hamas.

Im Gegenzug soll Israel nach palästinensischen Angaben 369 inhaftierte Palästinenser freilassen, darunter 333 im Gazastreifen nach dem 7. Oktober festgenommene Personen und 36 zu lebenslangen Haftstrafen verurteilte Personen.

Während der live im Fernsehen übertragenen Geiselübergabe wurden die drei Männer von vermummten und bewaffneten Kämpfern auf eine Bühne geführt und mussten dort auch in ein Mikrofon sprechen. Sie sahen auf den ersten Blick nicht so abgemagert aus, wie die in der Vorwoche freigelassenen Männer.

Hunderte Schaulustige hatten sich für die Freilassung der Israelis versammelt. Zu sehen waren auch Hamas-Mitglieder, die in und auf einem zerstörten Gebäude Position bezogen.

Die Islamisten hatten bereits bei den vorherigen Geiselfreilassungen versucht, sich trotz aller Zerstörungen während des Gaza-Kriegs als unbesiegt und handlungsfähig zu präsentieren. Ein Kriegsziel Israels war und ist es, die Hamas komplett zu zerschlagen. (dpa/ag)

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