Welche Zukunft für das CHR Verviers? Freddy Mockel hakt bei Minister nach

<p>CHR Verviers</p>
CHR Verviers | Archivfoto: La Meuse

Streitpunkt ist der Standort des künftigen CHR Verviers. Die Optionen schwanken zwischen der Beibehaltung eines modernisierten Krankenhauses am derzeitigen Standort im Zentrum der Stadt oder einer völlig neuen Infrastruktur an einem noch unbestimmten Standort.

Kürzlich haben sich das Gemeindekollegium von Verviers und die Krankenhausleitung für eine Verlagerung auf einen neuen Standort ausgesprochen. Die Ecolo-Fraktion im Vervierser Stadtrat sprach sich auf der Grundlage der aktuellen Informationen hingegen für den Erhalt einer erneuerten Krankenhausinfrastruktur am derzeitigen Standort aus. Nach Ansicht von Ecolo Verviers wird eine Standortverlagerung zu einem wirtschaftlichen, sozialen und menschlichen Ungleichgewicht innerhalb der Stadt führen.

Am Mittwoch befragte der wallonische Ecolo-Abgeordnete Freddy Mockel den wallonischen Gesundheitsminister Yves Coppieters (Les Engagés) zur aktuellen Situation des Projekts aus regionaler Sicht. Mockel hebt in seinem Beitrag zwei Aspekte hervor: „Erstens, im Falle der Wahl eines neuen dezentralen Standorts stellt sich die Frage der Mobilität und der Erreichbarkeit des Standorts für alle Beteiligten (Patienten, Personal, Notarzt und Krankenwagen). Zweitens drängt sich die sensible Problematik zusätzlicher Flächenversiegelung auf und ihre Folgen in Bezug auf Hochwasserrisiken im Einzugsbecken der Weser.“

Für Ecolo ist in diesem Dossier auch wichtig, dass im Falle eines Umzugs des CHR die zukünftige Nutzung des derzeitigen Standorts noch festgelegt werden muss. Dies ist eine wichtige Herausforderung angesichts der Wohnungs- und Beschäftigungssituation in der Stadt Verviers.

Für den wallonischen Gesundheitsminister gibt es laut Pressemitteilung derzeit nur einen einzigen Plan zur Modernisierung der Infrastruktur des CHR, nämlich den, der aktuell am derzeitigen Standort durchgeführt wird. Er betont, dass die AViQ, die regionale Einrichtung, die für die Investitionen in Krankenhausinfrastrukturen verantwortlich ist, nicht über die Absicht eines neuen Standorts informiert wurde. Darüber hinaus könne der Investitionsplan des CHR über einen Zeitraum von 35 Jahren „nicht gleichzeitig Sanierungen und Investitionen an einem aktuellen Standort finanzieren und für die Finanzierungen an einem neuen Standort in Betracht gezogen werden. Dies ist mit den Zielen dieses Plans überhaupt nicht vereinbar. Der Betreiber muss der AViQ unbedingt verdeutlichen, was er will, aber es ist nun einmal der aktuelle Standort, an dem wir die Investitionen tätigen.“

„Anderweitig einen neuen Standort zu suchen, würde also bereits investierte Mittel gefährden und scheint dem aktuellen Investitionsplan zu widersprechen“, schlussfolgert der Ecolo-Abgeordnete Freddy Mockel. (red/ab)

Kommentare

  • Der Beitrag über das Erweiterungsprojekt des CHR Verviers beginnt kurioserweise mit der Info über die Tötungsdelikte des ehemaligen Pflegers eines Klinikums in Würselen(?!). Glücklicherweise nur in der online- und nicht in der heutigen Printausgabe des GrenzEcho...

  • Der Fehler wurde behoben. Danke für den Hinweis!

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