Deutschland im Viertelfinale gegen Portugal – Favoritensterben bei der WM

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Juri Knorr steht vor der Rückkehr. | Foto: dpa

Die Iberer besiegten zum Abschluss der Hauptrundengruppe III am Sonntag in Oslo den Tabellenletzten Chile deutlich mit 46:28 (22:17) und sicherten den ersten Rang ab. Damit kommt es am Mittwoch (17.30 Uhr) ebenfalls in der norwegischen Hauptstadt zum Duell mit dem Team von Bundestrainer Alfred Gislason.

„Es ist eine sehr interessante Mannschaft, sie spielt das ganze Turnier sehr gut“, sagte Gislason: „Wenn man sieht, was für Mannschaften die hinter sich gelassen haben, sagt das vieles über das, was sie jetzt spielen. Eine super interessante Mischung von alt und jung, erfahrenen Spielern und sehr frischen, richtig guten Spielern. Sie spielen wirklich gut.“

Deutschland hatte seine Hauptrunde am Samstagabend mit einem Spaziergang gegen Tunesien beendet (31:19) und ist guter Dinge, im Viertelfinale wieder auf Juri Knorr zurückgreifen zu können: „Wir gehen davon aus, dass wir am Mittwoch wieder vollzählig sind“, sagte Nationalmannschaftsmanager Benjamin Chatton bei der Abreise nach Oslo am Sonntagvormittag

Als Zweiter in Gruppe III steht in Brasilien ein weiterer Underdog als Viertelfinalist fest. Nächster Gegner der Südamerikaner ist Titelverteidiger und Olympiasieger Dänemark.

So mancher (Mit-)Favorit musste jedoch unerwartet früh die Koffer packen. Hauptrunden-Aus? Nicht unter den Top acht bei einer WM? Das hat es für die stolzen Schweden seit 2015 nicht mehr gegeben. „Wir werden nach Hause fahren und uns schämen“, sagte Nationaltrainer Michael Apelgren im schwedischen Fernsehen.

Das 24:27 gegen Brasilien, für den 32 Jahre alten Spielmacher Jim Gottfridsson eines der „schlechtesten Spiele in meinem Leben“, bedeutete für den EM-Dritten das vorzeitige Verpassen des Viertelfinals. Der ursprünglich als „Showdown von Oslo“ eingeplante Hauptrundenabschluss gegen Norwegenam Sonntag wurde zum Trauerspiel.

Was auch mit den norwegischen Gastgebern zu tun hat, die in „Todesgruppe“ III ebenfalls schon raus sind. Cheftrainer Jonas Wille sprach angesichts des Fiaskos von einem „ziemlich harten Tag“ für den norwegischen Handball. Statt vor den eigenen Fans in der kommenden Woche um den Titel zu spielen, sind die Norweger in der dann wohl ziemlich leeren Unity Arena nur Zuschauer.

Gesellschaft könnten ihnen – zumindest theoretisch – die Spanier leisten. Ein knappes halbes Jahr nach Olympia-Bronze bedeutete eine 29:35-Pleite gegen Portugal das Ende aller Träume. Schlechter war der zweimalige Weltmeister bei einer WM 16 Jahre nicht. (sid/tf)

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