Huybrechts, der als „The Hurricane“ bekannt ist, startete vielversprechend in die Partie und sicherte sich die erste Satzführung. Dabei ließ er sich nicht einmal von zwei beeindruckenden High-Finishes (108 und 112 Punkte) seines jungen Gegners aus der Ruhe bringen. Doch ab der zweiten Runde wendete sich das Blatt: Beim Stand von 2:2 holte Barry mit einem weiteren 108er-Finish den Ausgleich und zeigte, warum er den Spitznamen „Dynamite“ trägt.
In den folgenden beiden Sätzen zeigte Huybrechts Schwächen beim Auschecken, die Barry eiskalt ausnutzte. Der Ire gewann beide Sätze souverän mit 3:1 und zog damit in die nächste Runde ein.
Statistisch betrachtet war Huybrechts (PDC-Weltranglistenplatz 41) eigentlich der stärkere Spieler: Mit einem durchschnittlichen Punktwert von 96,92 lag er knapp vor Barry (94,97). Doch in der entscheidenden Kategorie – den Doppelfeldern – ließ der Belgier zu viele Chancen ungenutzt. Nur 7 seiner 22 Versuche (25,9 Prozent) fanden das Ziel, während Barry mit einer beeindruckenden Quote von 50 Prozent (11 von 22) klar die Oberhand behielt.
Für Huybrechts endet das Jahr 2024 damit mit einer Enttäuschung. Der Routinier hatte sich nach durchwachsenen Monaten viel für die Weltmeisterschaft vorgenommen, musste sich aber einmal mehr eingestehen, dass die Konkurrenz in der Darts-Welt gnadenlos ist. Keane Barry hingegen kann nach seinem beeindruckenden Auftaktsieg weiter vom großen Wurf in Alexandra Palace träumen. (belga/calü)

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