Gipfel der Großregion bekräftigt Engagement für Grundwerte der europäischen Zusammenarbeit

<p>Oliver Paasch vertrat die DG beim Gipfel der Großregion.</p>
Oliver Paasch vertrat die DG beim Gipfel der Großregion. | Foto: Kabinett Paasch

Für die Deutschsprachige Gemeinschaft nahm Ministerpräsident Oliver Paasch (ProDG) am Gipfel teil. Gemeinsam mit dem wallonischen Ministerpräsidenten Adrien Dolimont (MR) stellte Paasch die „Perspektiven 2025-2026“ vor, die der künftige wallonische Vorsitz in Zusammenarbeit mit der Deutschsprachigen und Französischen Gemeinschaft in den kommenden Jahren in der Großregion entwickeln will. In Anwesenheit der scheidenden und neuen Präsidenten des Interregionalen Parlamentarierrates und des Wirtschafts- und Sozialausschusses der Großregion bekräftigten die Exekutiven ihren festen Standpunkt für eine starke europäische Zusammenarbeit, besonders in Zeiten politischer und gesellschaftlicher Unsicherheit.

Die aktuellen unruhigen und ungewissen Zeiten stärken Radikale und Populisten, die den Protektionismus befürworten. Dies gefährdet die Errungenschaften des europäischen Aufbauwerks“, so die einhellige Meinung der Anwesenden. „Deshalb ist es wichtiger denn je, dass wir als grenzüberschreitende Region unser Engagement für die Grundwerte der europäischen Zusammenarbeit, des Friedens und der Verständigung unterstreichen.“

Im Rahmen des Gipfeltreffens wurde eine gemeinsame Erklärung verabschiedet, die wichtige Themen und Initiativen zur zukünftigen Zusammenarbeit innerhalb der Großregion und mit der Europäischen Union umfasst. Die Exekutiven setzen sich für ein intelligentes, wettbewerbsfähiges, nachhaltiges und soziales Europa ein, das mit den Prioritäten der Europäischen Kommission übereinstimmt. Sie bekräftigen ihr Engagement für ein starkes Europa, das eine ambitionierte Kohäsionspolitik umsetzt und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit durch verstärkte Programme fördert.

Zusammenarbeit der statistischen Ämter

Die Exekutiven betonten erneut die besondere Bedeutung eines dauerhaften Dialogs zwischen den Kooperationsinstanzen und den anderen Akteuren des großregionalen Raums. Sie erinnerten an die wesentliche Bedeutung, über vergleichbare Daten auf grenzüberschreitender Ebene zur Unterstützung der Entscheidungsfindung verfügen zu können. In diesem Zusammenhang würdigten Sie den Beitrag der Zusammenarbeit mit den statistischen Ämtern, und ermutigten dazu, diese Zusammenarbeit zu verstärken, insbesondere durch ein Statistikportal.

Der Gipfel sprach zudem seine Unterstützung für die Interregionale Arbeitsmarktbeobachtungsstelle (IBA-OIE) aus und unterstrich die Notwendigkeit eines Zugangs zu grenzüberschreitenden Daten für politische Entscheidungsträger.

Abschließend hob er die Relevanz externen Fachwissens und die Zusammenarbeit mit Institutionen wie dem Wirtschafts- und Sozialausschuss der Großregion, dem Parlamentarischen Rat der Großregion sowie dem Interregionalen Rat der Handwerkskammern hervor. (red/ab)

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