Blamage statt Pflichtsieg: AS Eupen verliert beim Letzten

<p>Blamage statt Pflichtsieg: AS Eupen verliert beim Letzten</p>
Foto: belga

Durch die zweite Niederlage in Folge verpasst Eupen erneut die Chance, einen Sprung nach oben zu machen. Und auch der Tabellenkeller kommt wieder gefährlich nahe. Mit 15 Punkten auf dem Konto hat die AS auf Platz elf nur fünf Zähler Vorsprung auf den letzten Platz. Francs Borains feiert gegen Eupen seinen ersten Heimsieg.

Francs Borains 3:2 AS Eupen

Im Vergleich zur 3:4-Niederlage im Kehrwegstadion gegen La Louvière rotierte AS-Cheftrainer Mersad Selimbegovic auf drei Positionen: Dalla Costa und Niang standen erstmals in der Startelf der „Pandas“, während auch Baiye von Beginn an spielte. Kurz vor dem Anstoß mussten die Ostbelgier auch im Tor noch umbauen: Weil sich Nurudeen beim Aufwärmen verletzte, stand Renner zwischen den Pfosten.

Beim Tabellenletzten begann das favorisierte Eupen mit hohem Pressing: Schon nach 30 Sekunden sorgte Charles-Cook für die erste Offensivaktion. Weil sich auch Francs Borains meldete, war schnell klar: Einen Spaziergang sollte Eupen nicht erleben.

Nach neun Minuten gingen die Gäste mit kräftiger Unterstützung des Gegners in Führung: Massolin spielte vor dem eigenen Strafraum einen Fehlpass direkt in die Füße von Déom, der wiederum zum 0:1 einschieben konnte.

Den schwersten Teil der Arbeit hatte die AS damit allerdings längst nicht geschafft: Francs Borains reagierte auf den Rückstand und prüfte die Eupener Defensive um den erst 17 Jahre alten Dalla Costa mehrfach. Und nachdem Torwart Renner das eine oder andere Mal eingreifen musste, lag der Ball zum verdienten Ausgleich im Tor: Prunier hatte sich nach einem guten Pass erst gegen Kennedy durchgesetzt und dann Renner überwunden (18.).

Foto: belga

Eupen tat sich weiter schwer, hatte phasenweise nur 44 Prozent Ballbesitz und sollte bis zur Pause auf nur zwei Torschüsse kommen. Francs Borains war insgesamt die bessere und gefährlichere Mannschaft: Renner verhinderte in der 35. Minute mit einer Parade das 2:1. Rund fünf Minuten später war er zum zweiten Mal geschlagen, als Unglücksrabe Dalla Costa den Ball bei einem Klärungsversuch ins eigene Tor grätschte. Eupen, dessen „Expected Goals“ bei nur 0,13 lagen, drohte eine bittere Niederlage. Francs Borains wiederum gelang es zum ersten Mal, zwei Tore bei einem Heimspiel zu erzielen.

Zur Pause griff AS-Trainer Selimbegovic ein: Caliskan ersetzte den mit Gelb belasteten Dalla Costa, Pattynama kam für Alloh ins Spiel. Die Gäste taten sich jedoch weiterhin schwer. Nach einer Stunde wechselte das auf eine erste Chance wartende Eupen erneut: Renaud Emond kam für Niang.

<p>Dalla Costa erzielte vor der Pause ein Eigentor.</p>
Dalla Costa erzielte vor der Pause ein Eigentor. | Foto: belga

Kurz darauf hatte Francs Borains die Riesenchance auf den dritten Treffer, Renner verhinderte gegen Dessoleil und Ruiz das 3:1 und damit wohl auch die Entscheidung. Auf der Gegenseite hätte Gedikli aus zentraler Position den Ausgleich erzielen können, eigentlich sogar erzielen müssen. Seinen zu schwachen Schuss konnte Gies parieren (66.), ehe Emond und Charles-Cook nicht zum Nachschuss kamen.

Mit Emond im Spiel und einer taktischen Umstellung wurde die AS etwas besser und erzielte in der 70. Minute den Ausgleich: Gedikli knallte den Ball von der Strafraumgrenze zum 2:2 ins Tor, kurz zuvor war Emond noch an Gies gescheitert.

In seiner besten Phase drängte Eupen auf den dritten Treffer, erspielte dabei aber keine zwingenden Chancen. Stattdessen knallte Massolin den Ball in der 88. Minute zum 3:2 für Francs Borains ins Tor der AS. Vor seinem Schuss war er viel zu wenig von Déom gestört worden. Für Eupen ließen Charles-Cook und Pattynama kurz darauf die Großchance zum 3:3-Ausgleich liegen, es blieb beim 3:2.

Am kommenden Wochenende (Samstag, 20 Uhr) trifft Eupen im eigenen Stadion auf das seit Wochen in einer schweren finanziellen Krise steckende Deinze. (mn)

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Kommentare

  • Selbst der Tabellenletzte der 2. Division ist noch zu stark für diesen kostspieligen Söldnerhaufen!!!
    Wie wäre es denn wenn man endlich aufhören würde, sich selbst und den Fans etwas vormachen zu wollen, die Kataries zurück in die Wüste schicken würde und als hiesiger Verein mit Eigengewächsen und regionalen Spielern und ehrlicher Vereinspolitik im Amateurbereich einen Neuanfang wagen würde? Damit würde niemanden ein Zacken aus der unberechtigten Krone fallen und die Vereinsverantwortlichen könnten den Fans und letztlich auch sich selbst endlich wieder ohne zu erröten in die Augen sehen! Sicherlich würden dann auch wieder mehr Fans sich mit diesem Verein verbunden fühlen!!

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