Das 3:4 von Sonntagabend war die sechste Niederlage der laufenden Saison und bereits die vierte vor eigenen Fans. So verpasst es ein heimschwaches Eupen erneut, sich gegen ein Spitzenteam der Liga durchzusetzen und einen Sprung in der Tabelle zu machen. Mit 15 Punkten rutscht die AS wieder auf Platz elf.
AS Eupen 3:4 La Louvière
Zum schweren Heimspiel gegen La Louvière nahm AS-Cheftrainer Mersad Selimbegovic im Vergleich zum 4:0-Sieg gegen Club NXT keine Wechsel vor. Im Angriff behielt der zuletzt treffsichere Emrehan Gedikli den Vorzug gegenüber Renaud Emond. Der Kapitän der „Pandas“ saß nach überstandener Verletzung zunächst auf der Bank.
Vor 1.400 Zuschauern im Kehrwegstadion hatte das an der Tabellenspitze stehende La Louvière die ersten Offensivaktionen, Nurudeen musste einen wuchtigen Schuss über die Latte lenken (4.). Die erste 100-prozentige Torchance ging jedoch auf das Konto der AS Eupen: Nach einem Zuspiel von Pantovic scheiterte Charles-Cook im Zentrum an Gästetorwart Peano.
In einer insgesamt munteren und „flotten“ Anfangsphase sorgte Charles-Cook in der 19. Minute für die zweite Eupener Gelegenheit: Mit einem guten Freistoß zwang er Peano zu einer Parade. Die dritte Chance des Abends brachte die Ostbelgier kurz darauf in die Erfolgsspur: Alloh setzte sich auf der linken Seite gut durch und spielte flach in den Strafraum, wo Charles-Cook zur Stelle war und Eupen mit seinem fünften Saisontreffer nicht unverdient in Führung brachte.
Lange dauerte die Freude über das 1:0 allerdings nicht an – gefühlt keine 60 Sekunden. Pau tankte sich zu einfach durch den Strafraum der AS und spitzelte den Ball in der 23. Minute zum 1:1 ins Eck. An der Seitenlinie war AS-Trainer Selimbegovic aus gutem Grund wenig amüsiert, denn seine Verteidiger machten beim ultraschnellen Ausgleich keine gute Figur.

Und aus Eupener Sicht sollte es in den nächsten zehn Minuten noch schlimmer kommen: In der 31. Minute knallte Gillot den Ball aus halblinker Position auf das Tor. Dort rutschte Nurudeen die Kugel durch die Hände – 1:2. Und damit nicht genug: Weitere fünf Minuten später hebelten die Gäste mit einem guten Pass die gesamte Abwehr der AS aus, ehe Nagera alleine auf Nurudeen zustürmte und kurzen Prozess machte: Sein Schuss schlug rechts zum 1:3 im Tor ein.
Ein phasenweise desolat verteidigendes Eupen musste im Anschluss aufpassen, nicht auch noch den vierten Gegentreffer zu kassieren. So parierte Nurudeen einen Distanzschuss der Gäste, während Gedikli auf der Gegenseite für Eupen verfehlte.

Aus der Kabine kam Eupen mit Dalla Costa (für Gorenc) und Niang (für Keita). Nach etwas mehr als einer Stunde kassierte Eupen den endgültigen K.o.: Nach einem von außen betrachtet leichten Foulspiel von Déom zeigte Schiedsrichter Staessens sofort auf den Punkt. Belkheir verwandelte eiskalt zum 1:4 (64.). AS-Trainer Selimbegovic brachte 20 Minuten vor Schluss noch Kapitän Emond auf den Platz, doch von Eupen ging zunächst zu wenig Gefahr aus.
Eupen macht es mit späten Toren doch noch spannend.
Und dennoch gelang in der 75. Minute durch Verteidiger Alloh der Anschlusstreffer zum 2:4 – sollte es doch noch spannend werden? Kurz nach dem Alloh-Treffer tauchte Déom gefährlich vor dem Tor der Gäste auf. Im Anschluss versucht Eupen es weiter und wehrte sich gegen die drohende Niederlage. Und das mit Erfolg: In der Nachspielzeit verkürzte Van Genechten auf nur noch 3:4. Erfolgreich war die zu spät gestartete Aufholjagd der AS Eupen nicht mehr, es blieb beim 3:4.
Am kommenden Wochenende (So., 13.30 Uhr) ist Eupen bei Tabellenschlusslicht Francs Borains zu Gast. Dann gilt: Verlieren verboten.
Namen & Fakten
AS Eupen: Nurudeen - Paeshuyse, Kennedy, Gorenc (46. Dalla Costa), Van Genechten - Keita (46. Niang), Pantovic (71. Emond), Déom, Alloh (87. Pattynama) - Gedikli (87. Caliskan), Charles-Cook
Tore: 1:0 Charles-Cook (22.), 1:1 Pau (23.), 1:2 Gillot (31.), 1:3 Nagera (36.), 1:4 Belkheir (64., Elfmeter), 2:4 Alloh (75.), 3:4 Van Genechten (90.+4)

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