Lydia Klinkenberg wieder Spitzenkandidatin bei ProDG

<p>Die Kandidaten von ProDG für die Europawahlen: Elke Comoth, Andreas Lejeune, Spitzenkandidatin Lydia Klinkenberg, Markus Hendrich und Lieselotte Blanken (von links). Beim Pressetermin fehlten Alain Kever und Lara Lentzen.</p>
Die Kandidaten von ProDG für die Europawahlen: Elke Comoth, Andreas Lejeune, Spitzenkandidatin Lydia Klinkenberg, Markus Hendrich und Lieselotte Blanken (von links). Beim Pressetermin fehlten Alain Kever und Lara Lentzen. | Foto: David Hagemann

Lydia Klinkenberg ist effektive Kandidatin von ProDG und wird von sechs Ersatzkandidaten unterstützt: Erster Ersatzkandidat ist der 25-jährige Student Andreas Lejeune aus Büllingen, Sohn des Historikers Carlo Lejeune. Dahinter kandidieren Elke Comoth, Alain Kever, Lara Lentzen, Lieselotte Blanken und Markus Hendrich auf den weiteren Plätzen der Ersatzliste. Die Liste sei mit einem tollen Team engagierter Kandidaten gespickt, die alle Alterskategorien umfasse, hieß es.

Lydia Klinkenberg weiß, dass der amtierende EU-Abgeordnete Pascal Arimont (CSP-EVP) als Favorit in die anstehenden EU-Wahlen geht, die am 26. Mai zeitgleich mit den Föderal- und Regionalwahlen stattfinden werden. „Dennoch bin ich motiviert und möchte mich der Herausforderung stellen. Auch wenn unsere Chancen bescheiden sind“, betonte sie. Grundsätzlich müsse das EU-Mandat näher an Ostbelgien rücken. Dass Pascal Arimont hin und wieder im zuständigen DG-Parlamentsausschuss zu Gast und „gefilterte Informationen“ liefere, reiche dafür nicht aus. „Wir glauben, dass die derzeitige Europapolitik in Ostbelgien zu sehr auf Parteipolitik ausgerichtet ist und viele Ostbelgier sich genau aus diesem Grund vom aktuellen Europaparlamentarier nicht vertreten fühlen. Es gibt nur einen Europaabgeordneten in Ostbelgien, und der sollte alle Ostbelgier vertreten. Wir müssen Europa nach vorne bringen und nicht die CSP“, meinte Lydia Klinkenberg.

Bei der Pressekonferenz kam sie auch noch einmal auf die Studie des Politikwissenschaftlers Mike Mettlen zurück, der Ende des letzten Jahres an die Öffentlichkeit gegangen war und Lösungen für eine bessere Repräsentation der Deutschsprachigen im EU-Parlament vorgeschlagen habe. Das bisherige System bietet in den Augen des Wissenschaftlers viele Schwachstellen. Eine Option sei gewesen, dass Pascal Arimont ohne Rotation Spitzenkandidat einer gemeinsamen Liste hätte werden können, mit der Bedingung, dass er einen parteiübergreifenden Mitarbeiterstab einstellt. „Doch das hat er bei den Allparteiengesprächen abgelehnt“, betonte sie. Dabei sei es wichtig, die europäische Debatte „hier in die DG zu bringen“ und lebendiger zu gestalten. Das gleiche Prinzip müsste in ihren Augen auch für andere garantierte Vertretungen gelten, beispielsweise für den Senat, aber auch für die Kammer - wenn denn die DG, wie gefordert, eines Tages eine garantierte Vertretung im föderalen Parlament erhält.

Sollte sie den Einzug ins EU-Parlament schaffen, werde sie ihr Mandat im PDG niederlegen, so Lydia Klinkenberg. Der erste Ersatzkandidat Andreas Lejeune berichtete von seinen Erfahrungen als Student in Großbritannien und darüber, dass viele Menschen dort für den Brexit gestimmt hätten, ohne über die notwendigen Informationen zu verfügen. „Es mangelt an der Kommunikation. Viele Leute wissen nicht, was Europa ihnen bringt“, stellte der 25-jährige Büllinger fest. Auch hier müsse man ansetzen.

„Europapolitik ist oft nicht sehr bürgernah, sehr schwerfällig und beschäftigt sich wenig mit den tatsächlichen Sorgen und Problemen der Menschen. Wir sind der Meinung, dass wir ein sozialeres, gerechteres und solidarischers Europa brauchen“, so Lydia Klinkenberg.

Hier die EU-Kandidaten von ProDG in der Übersicht:

Effektive Kandidaten

1. Lydia Klinkenberg, 37, Eupen

Ersatzliste

1. Andreas Lejeune, 25, Büllingen

2. Elke Comoth, 50, Amel

3. Alain Kever, 45, Eupen

4. Lara Lentzen, 23, St.Vith

5. Lieselotte Blanken, 76, Grüfflingen

6. Markus Hendrich, 30, Kettenis

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