Info-Integration baut seine Aufgabenbereiche aus

<p>Illustration: dpa</p>
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Info-Integration ist das Referenzzentrum für Integration und Migration in Ostbelgien und eine Beratungsstelle für alle Personen, die mit diesem Thema in Berührung kommen. Zu ihrem Aufgabenbereich gehören neben dem Integrationsparcours in Ostbelgien u.a. die sozio-juristische Beratung zum Aufenthaltsrecht, zu sozialen Rechten in Verbindung mit dem Aufenthaltsstatus und zur Erlangung der belgischen Nationalität. Außerdem ist der Übersetzerdienst Traduko dort angesiedelt. Traduko ist der erste soziale Übersetzerdienst in der Deutschsprachigen Gemeinschaft und bietet kostenlos sowohl mündliche als auch schriftliche Übersetzungen u.a. in den Sprachen Arabisch und Türkisch an. Zusätzlich wird in Zusammenarbeit mit externen Übersetzern ein Kontingent von weiteren Sprachen angeboten, u.a. Albanisch, Kurdisch, Ukrainisch und Russisch. Die Zielgruppen sind alle Sozial-, Gesundheits- oder Schuleinrichtungen sowie öffentliche Behörden aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft, die mit Personen arbeiten, die die deutsche oder französische Sprache nicht ausreichend beherrschen.

„Die Beratungsanfragen, die Übersetzungsanfragen und auch die Teilnehmerzahlen im Integrationsparcours sind in den letzten zwei Jahren angestiegen. Der Integrationsparcours ist ein gutes Beispiel: Während sich die Anzahl der Teilnehmer Ende Mai 2024 auf 562 belief, waren es im Dezember 2023 452 und ein Jahr zuvor nur 342 Personen. Allein im ersten Halbjahr 2024 wurden 230 neue Dossiers eröffnet“, berichtet Sozialministerin Lydia Klinkenberg (ProDG) in einer Mitteilung. Ziel des Integrationsparcours sei es, alle Personen gleich welcher Herkunft, die ihren Wohnsitz oder ständigen Aufenthaltsort in der DG haben, in die Gesellschaft einzubinden und ihnen eine gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen. In der sozio-juristischen Beratung wurden im ersten Halbjahr 2024 203 Beratungsgespräche durchgeführt und 164 neue Dossiers eröffnet. Dabei stammen die Klienten aus 36 verschiedenen Ländern. Die große Mehrheit aus der Türkei, gefolgt von Syrien, Afghanistan und Palästina.

Der Übersetzerdienst Traduko hat im ersten Halbjahr 193 Übersetzungen getätigt. Die Ministerin erklärt: „Auf Antrag von Info-Integration gewähren wir dem Dienst ab 2025 zusätzliches Stellenkapital, um dem steigenden Bedarf in der sozio-juristischen Beratung und im Übersetzerdienst Traduko gerecht zu werden und um zudem die Koordination des Dienstes zu gewährleisten. Damit es uns gelingt, den Dienst zu stärken, müssen wir für Kontinuität sorgen und sicherstellen, dass ausreichend personelle Ressourcen für eine Neuausrichtung und die Übernahme neuer Aufgaben vorhanden sind. Diese zusätzlichen personellen Ressourcen werden in Zukunft eine noch engere Begleitung der Personen mit Migrationshintergrund ermöglichen.“ (red/sc)

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