Wackelt nun der Trainer? AS Eupen verliert deutlich gegen Patro Eisden

<p>Wackelt nun der Trainer? AS Eupen verliert deutlich gegen Patro Eisden</p>
Foto: belga

Der D1-Absteiger wartet durch die Klatsche gegen Patro Eisden weiterhin auf den zweiten Heimsieg der laufenden Saison. Vor eigenen Fans konnte Eupen bislang nur gegen Jong Genk (2:1) siegen. Mit sechs Punkten Rückstand auf die Top 6 trifft die AS nach der Länderspielpause auf Club NXT – eigentlich müssen die „Pandas“ den Blick in der Tabelle ohnehin nach unten richten. Der Vorsprung auf den letzten Tabellenplatz beträgt nämlich nur noch fünf Zähler.

AS Eupen 0:4 Patro Eisden

Im Vergleich zum schwachen 2:2-Unentschieden gegen die RSCA Futures wechselte die AS Eupen auf einer Position: Für den leicht angeschlagenen Renaud Emond rückte Jérôme Déom erstmals in die Startelf der nach nur elf Punkten aus zehn Spielen unter Druck stehenden Ostbelgier. Bei Patro Eisden saß Ex-AS-Profi Raoul Kenne auf der Bank, während Kevin Kis unter den Zuschauern war. Ex-AS-Kapitän Stef Peeters stand - wie schon seit Monaten - nicht im Aufgebot.

(Meldung wird unter dem Video fortgeführt)

Unter den Augen von Ex-Nationaltrainer Marc Wilmots, dessen Sohn Reno in der Innenverteidigung von Patro Eisden Maasmechelen stand, erwischte die AS Eupen in einem nicht gut gefüllten Stadion einen schwachen Start: In der 12. Minute gingen die Gäste aus Maasmechelen durch einen Treffer von Simba, der sich am zweiten Pfosten zu einfach gegen Pattynama durchsetzen konnte, in Führung.

Ein verunsichertes Eupen fand zunächst keine Antwort auf den Rückstand und tat sich gerade in der Offensive schwer. Trainer Selimbegovic hatte sich ein schnelles Spiel seiner Mannschaft gewünscht, wovon zunächst aber nicht viel zu sehen war. Patro Eisden dominierte das Spiel und ließ in der 29. Minute die mögliche Entscheidung liegen, als Kiankaulua im direkten Duell an Nurudeen scheiterte.

Die AS wiederum fand nach einer halben Stunde ins Spiel, wurde die bessere Mannschaft und erspielte sich bei bis zu 71 Prozent Ballbesitz mehrere klare Chancen. Die beste davon in der 32. Minute: Gedikli wurde auf der rechten Seite in Szene gesetzt und spielte den Ball vom rechten Pfosten aus flach in den Strafraum. Dort rutschten sowohl Déom als auch Pattynama knapp am Ball vorbei – das hätte eigentlich der 1:1-Ausgleich sein müssen.

<p>Eupen fand erst nach einer halben Stunde ins Spiel.</p>
Eupen fand erst nach einer halben Stunde ins Spiel. | Foto: belga

Kurz darauf verpasste Déom das Tor mit einem guten Distanzschuss nur knapp, ehe Charles-Cook nach einem Konter der AS überhastet vergab. Eupen drängte nun auf den verdienten Ausgleich, ging aber nicht gut mit seinen Chancen um: In der 38. Minute kam Paeshuyse nach einem Freistoß von Déom einen Schritt zu spät. Mit seiner Spielweise machte Eupen gleichzeitig Räume für Patro auf, die Gäste lauerten auf Konter.

Unmittelbar vor der Pause dann der nächste Nackenschlag für die AS: Mitten in der stärksten Phase der Gastgeber flog Innenverteidiger Gorenc nach einer Notbremse gegen Kiankaulua vom Platz – eine harte Entscheidung des Unparteiischen und gleichzeitig eine der Schlüsselszenen der Partie. Für Eupen wurde die Aufgabe mit einem Feldspieler weniger noch komplizierter.

<p>Jan Gorenc flog kurz vor der Pause vom Platz.</p>
Jan Gorenc flog kurz vor der Pause vom Platz. | Foto: belga

Kurz nach dem Seitenwechsel ließ Patro Eisden nach einem schnellen und guten Angriff den Matchball liegen: Dansoko scheiterte aus geringer Entfernung und aus bester Schussposition an Nurudeen, der seine Mannschaft so im Spiel hielt. Sekunden später lag der Ball dann zum vermeintlichen 0:2 im Tor - der Treffer zählte jedoch aufgrund eines vorausgegangenen Handspiels nicht.

Für Eupen blieb ein Punktgewinn somit weiter möglich. In Unterzahl kam die AS nach etwas mehr als einer Stunde durch Déom zu einer Chance (63.). Nachdem Patro Eisden den einen oder anderen Konter nicht gut zu Ende gespielt oder Chancen ausgelassen hatte, fiel 20 Minuten vor Schlusspfiff die Entscheidung: Nurudeen parierte einen Schuss von Kiankaulua, ließ den Ball aber nach vorne abprallen. Abid staubte zum 0:2 ab - und für Eupen kam es sogar noch dicker.

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Denn schon in der 73. Minute lag der Ball zum 0:3 im Tor: Nach einer Ecke köpfte Borry den Ball zurück in den Strafraum, wo Kiankaulua vollkommen ungedeckt zum Kopfball kam und treffen konnte. Und der Ball rollt kaum wieder, da schlug er wieder im Tor der AS ein. Abid setzte sich ohne große Gegenwehr gegen Baiye durch, seinen Schuss parierte Nurudeen am ersten Pfosten. Beim Nachschuss gegen Kiankaulua war AS-Schlussmann dann aber chancenlos - 0:4 nach 75 Minuten, Eupen erlebte einen rabenschwarzen Abend.

Von der AS kam nun wenig überraschend endgültig keine Gegenwehr mehr, bis zum Schlusspfiff wechselten die Ostbelgier auf fünf Positionen. In den letzten Minuten durften Möhwald und Pantovic ran – währenddessen „flirtete“ Patro Eisden sogar mit dem fünften Treffer. (mn)

Namen & Fakten

AS Eupen: Nurudeen - Van Genechten, Paeshuyse, Gorenc, Pattynama (75. Caliskan) - Keita (88. Pantovic), Déom (88. Möhwald), Baiye (75. Alloh) - Charles-Cook, Gedikli (79. Da Costa)

Tore: 0:1 Simba (12.), 0:2 Abid (70.), 0:3 Kiankaulua (73.), 0:4 Kiankaulua (74.)

Kommentare

  • Keine Panik, Selimbegovitch bleibt, Henkel trinkt weiter Henkel trocken und die Null vorne hat Bestand. Fussballherz was willst du mehr.

  • Hallo Allerseits,
    mir fehlt in den Kommentaren zum Spiel eine wichtige Szene und zwar als Charles Cook noch bei 0-1 frei in den Strafraum dribbeln wollte und mit voller Absicht umgesäbelt wurde. Es gab NUR Freistoß. Es MUSSTE eine gelbe Karte folgen, die für den Abwehrspieler gelb-rot bedeutet hätte. Für den Verlauf des Spiels war dies ein entscheidender Schiri-Fehler. Da hätte noch einiges anders laufen können.
    LL

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