Beim Karnevalsauftakt am 11.11. sollen in Köln rund 1.400 Polizistinnen und Polizisten auf der Straße sein, um für die Sicherheit der Feiernden zu sorgen. Das sind gut 200 mehr als im Vorjahr. Zudem ist das Mitführen von Messern an den Feier-Hotspots - zum Beispiel Studentenviertel und Altstadt - verboten. Aber auch außerhalb dieser Feierzonen dürften die Beamten durch die vom Polizeipräsidenten angeordnete „strategische Fahndung“ im gesamten Stadtgebiet Jackentaschen oder Rucksäcke durchsuchen, teilte die Kölner Polizei mit. „Wer feiern will, braucht kein Messer. Gerade mit steigendem Alkoholpegel entstehen durch griffbereite Messer bei Auseinandersetzungen unkalkulierbare Risiken“, sagte Einsatzleiter Frank Wißbaum. „Die Polizei Köln wird alles dafür tun, dass die vielen Menschen, die zur Sessionseröffnung in die Stadt kommen, ausgelassen und sicher feiern können.“
Stadt reguliert Zugang zum Studentenviertel.
In Köln werden am Montag wieder Zehntausende Menschen erwartet, um auf Plätzen und Straßen oder in Kneipen den Beginn der Karnevalszeit zu feiern. Allerdings gehen Polizei und Stadt von weniger Partytouristen als im vergangenen Jahr aus, als der 11.11. auf einen Samstag fiel. Im Auftrag der Stadt sollen 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ordnungsamtes und mehr als 1.000 Kräfte von privaten Sicherheitsunternehmen unterwegs sein. Das Kölner Studentenviertel rund um die Zülpicher Straße wird wieder abgesperrt und der Zugang reguliert. Wie im vergangenen Jahr soll eine nahegelegene Synagoge besonderen Polizei-Schutz bekommen.
Saufgelage von Jugendlichen verhindern
Ein Fokus liegt darauf, Saufgelage von Kindern und Jugendlichen zu verhindern. Die Stadt führt nach eigenen Angaben bereits seit einigen Tagen Testkäufe an Kiosken durch, um zu überprüfen, ob sie sich an die Regeln des Jugendschutzgesetzes zum Verkaufsverbot von Alkohol halten. Auch Düsseldorf bereitet sich auf den Beginn der Karnevalszeit vor - wobei in der Landeshauptstadt am 11.11. nicht so viel Andrang droht wie in Köln. Die Polizei will ihre Kräfte nach eigenen Angaben dennoch aufstocken. Auch die Stadt teilte mit: „Das Ordnungsamt wird mit angemessenem Kräfteeinsatz Präsenz an den Veranstaltungsorten zeigen, auch Feuerwehr und Hilfsorganisationen sind vorbereitet.“ (dpa/sc)

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