Aachen
Das beliebte Event, das sich längst als fester Bestandteil im Aachener Veranstaltungskalender etabliert hat, bietet spannende Vorträge, eindrucksvolle Experimente und interaktive Exponate – bei freiem Eintritt. Zum runden Geburtstag dürfen sich Interessierte auf ein buntes Potpourri aus rund 80 Veranstaltungen und Angeboten aus verschiedensten Forschungsfeldern freuen, die es an zehn Standorten zu entdecken gilt.
Seit der ersten Veranstaltung im Jahr 2003 erfreut sich die Wissenschaftsnacht wachsender Beliebtheit. Organisiert wird sie mit dem Ziel, den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu fördern. Die Veranstaltung bietet die einzigartige Gelegenheit, Forschung hautnah zu erleben und einen Blick hinter die Kulissen der Hochschule zu werfen. Schon der Auftakt der 20. Ausgabe ist ein Highlight: Kinderuni trifft Wissenschaftsnacht. Ab 18 Uhr startet die große Nacht der Wissenschaft mit einer Kinderuni zum Thema „KI-Detektive: Wie Computer unsere Gefühle und Gedanken verstehen!“ im Audimax. Um 19 Uhr beginnt dann der Kampf der Titanen. In einem informativen wie unterhaltsamen Wettstreit des Wissens treten mehrere Professoren als „Science Slammer“ gegeneinander an. Mit dabei sind die Forschungsschwergewichte Jan Borchers, Christina Büsing, Robert Harlander, Kai Uwe Schröder und Daniel Wentzel. Die Moderation übernimmt TerraX-Moderatorin Thora Schubert.
In Halle G des Sammelbaus Bauingenieurwesen, Mies-van-der-Rohe-Straße 1, ermöglicht das Erdbebensofa, Baudynamik im Labor zu erleben. Wer es lieber etwas ruhiger angehen möchte, kann auf dem Bücherflohmarkt in der Bibliothek 2, Templergraben 61, nach Herzenslust stöbern. Dass Luftfahrt auch nachhaltig sein kann und wie die Wissenschaft zu einer emissionsfreien und klimaneutralen Luftfahrt beitragen kann, zeigen die Institute der Luft- und Raumfahrt, Wüllnerstraße 7, in Versuchen, Exponaten und Science Slams. Für alle, die sich schon mal gefragt haben, wie eigentlich Weichen und Signale gestellt werden oder warum Züge im festen Raumabstand und nicht auf Sicht fahren wie Autos im Straßenverkehr, öffnet die Eisenbahntechnische Lehr- und Versuchsanlage ELVA ihre Türen. Das KI-Center der RWTH entführt die Besucher in eine KI-Erlebniswelt. Die Biologen geben Einblicke in die Nanowelt und digitale Pflanzen und zeigen mit ihrem Biodiversity-Jenga, was passiert, wenn die Natur ins Ungleichgewicht gerät.
Professor Tobias Vraetz vom Lehr- und Forschungsgebiet Technologien zur Aufbereitung mineralischer Rohstoffe zeigt in seinem Vortrag „Mining rocks!“, wie digitale Technologien „Made in Aachen” zu einer nachhaltigen Rohstoffversorgung beitragen. Welch großes Potential in dem kleinen Molekül Wasserstoff steckt, erläutert Professorin Anna Mechler vom Lehr- und Forschungsgebiet für Elektrochemische Reaktionstechnik, während Professor Stefan Jockenhövel vom Institut für Angewandte Medizintechnik erklärt, wie über den Darm geatmet werden kann und was das für die Medizin von morgen bedeutet. In „No Planet B“ erklärt Professorin Katrin Greiff vom Lehrstuhl für Anthropogene Stoffkreisläufe, ob Kreislaufwirtschaft tatsächlich die Lösung sein kann oder vielleicht doch nur eine Utopie ist. Professor Frank Kemper und Jan-Frieder Harmsen vom Institut für Stahlbau und Profilbereich Built and Lived Environment (BLE) zeigen, wie sich unsere Lebensräume im Kontext von Klimawandel, Sicherheit und Gesundheit entwickeln.
Ein Höhepunkt des Abends ist das Konzert „Wasserbaumusik“ des Elektroakustik-Ensembles „Trio Wellenbad“ in der Versuchshalle des Instituts für Wasserbau und Wasserwirtschaft, Mies-van-der-Rohe-Straße 17. Mit schwimmenden Teslas und autonomer Schifffahrt befasst sich hingegen Tim Reuscher, Lehrstuhl und Institut für Regelungstechnik und Profilbereich Mobility & Transport Engineering, während Professor Lars Lauterbach vom Lehr- und Forschungsgebiet für Synthetische Mikrobiologie erklärt, warum Bakterien die Mikro-Helden des Klimas sind. Interessant wird es auch bei Michael Riesener vom Center Smart Industrial Agriculture, wenn er von leuchtenden Äpfeln und in die Höhe wachsenden Farmen berichtet.
Das RWTH-Parkhaus in der Professor-Pirlet-Straße ist den ganzen Abend kostenfrei geöffnet. (red/mcfly)

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