Der spanische Europameister Rodri ist für seine überragende Saison mit dem Ballon d'Or ausgezeichnet worden. Der 28-Jährige von Manchester City erhielt die Auszeichnung am Abend im Pariser Théâtre du Châtelet. Rodri gewann die Wahl, die erstmals gemeinsam von „France Football“ und der UEFA organisiert wurde, vor Vinícius Júnior (Real Madrid) sowie dessen Teamkollegen Jude Bellingham und Dani Carvajal.
Rodri hatte mit Man City in der vergangenen Saison die englische Meisterschaft gewonnen. Die aktuelle Spielzeit begann für den Spanier mit einem Schock: Im September erlitt Rodri eine schwere Knieverletzung, er fällt mehrere Monate aus.
Real Madrid boykottiert die Gala in Paris
Womöglich weil kein Real-Spieler den Hauptpreis gewann, war allem Anschein nach kein Madrid-Repräsentant in Paris anwesend – auch nicht Kylian Mbappé, der gemeinsam mit Bayern Münchens Harry Kane den Preis für den besten Torschützen der vergangenen Saison gewann. Der Programmpunkt, bei dem Real als beste Mannschaft geehrt wurde, wurde nur mit einem Videoeinspieler abgehandelt. Einige Spielerinnen des FC Barcelona waren dagegen anwesend, um die Trophäe für die beste Frauenmannschaft zu erhalten. Emma Hayes, die Preisträgerin unter den Trainerinnen sendete eine Videobotschaft, Real-Trainer Carlo Ancelotti dagegen nicht.

Bei den Frauen gewann zum zweiten Mal nacheinander Aitana Bonmati. Mit dem FC Barcelona gewann sie die Champions League, wurde zudem in Spanien Meisterin und Pokalsiegerin. Jungstar Lamine Yamal vom FC Barcelona erhielt die Auszeichnung als bester Nachwuchsspieler - er hatte mit Spanien an der Seite von Rodri bei der Europameisterschaft triumphiert.
Der Ballon d'Or wird seit 1956 vergeben und war lange die Auszeichnung für den besten europäischen Spieler. Von 2010 bis 2015 wurde der Ballon d'Or durch eine Kooperation des französischen Medienkonzerns Groupe Amaury, zu dem „France Football“ gehört, mit dem Weltverband FIFA als Preis an die Weltfußballerin und den Weltfußballer vergeben. Seit diesem Jahr besteht die Zusammenarbeit mit der UEFA - die alleinige Wahl des Dachverbands für Europas Fußballerin und Fußballer des Jahres gibt es nicht mehr. (mn/dpa/sid)

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