Zahl der Langzeitkranken in der DG steigt weiter an

<p>Arbeitsamt der DG veröffentlicht Zahlen aus dem driten Quartal 2024 zu Langzeitkranken in der DG. Foto: Favid Hagemann</p>
Arbeitsamt der DG veröffentlicht Zahlen aus dem driten Quartal 2024 zu Langzeitkranken in der DG. Foto: Favid Hagemann

 Seit 2010 hat sich die Zahl der Langzeitkranken in der DG von 1.420 auf 2.710 fast verdoppelt. Diese Steigerung von 91 % liegt über dem nationalen Durchschnitt von 81 %. Besonders auffällig ist, dass sich der Anstieg seit 2016 weiter beschleunigt hat. Laut den Daten des Likiv sind in Ostbelgien im Jahr 2022 etwa 6,6 % der erwerbsfähigen Bevölkerung im Alter von 25 bis 65 Jahren als langzeitkrank gemeldet, während der nationale Durchschnitt bei 8,3 % liegt.

Ein bemerkenswerter Aspekt ist der stärkere Anstieg der Langzeiterkrankungen unter Frauen. Während sich die Zahl der betroffenen Frauen seit 2010 um 127 % erhöht hat, stieg die Zahl der Männer um 61 %. Diese Entwicklung ist laut ADG auf mehrere Faktoren zurückzuführen, wie die zunehmende Erwerbsbeteiligung von Frauen und die Angleichung des Rentenalters. Die stärkste Zunahme wurde jedoch bei den Personen festgestellt, die aufgrund psychischer Erkrankungen arbeitsunfähig sind.

Muskel- und Skeletterkrankungen sowie psychische Gesundheitsprobleme wie Depressionen und Burn-out sind die häufigsten Ursachen für Langzeiterkrankungen. In Ostbelgien machen diese fast zwei Drittel aller Fälle aus. Der Anteil der psychischen Erkrankungen ist hier mit 30 % jedoch etwas niedriger als im Landesdurchschnitt (37 %), während der Anteil der Muskel- und Skeletterkrankungen leicht höher ist (35 % in der DG gegenüber 32 % national).

Die meisten Langzeitkranken in der DG sind älter als 50 Jahre. Chronische Erkrankungen nehmen mit dem Alter zu, was den Anstieg in dieser Altersgruppe erklärt. Besonders betroffen sind die 50- bis 59-Jährigen, wo etwa 12 % dieser Altersgruppe langzeitkrank sind. Jüngere Menschen sind häufiger von psychischen Erkrankungen betroffen, während bei älteren Personen Muskel- und Skeletterkrankungen überwiegen.

Neben dem Alter spielen weitere Faktoren wie Ausbildungsniveau, berufliche Tätigkeit und Familiensituation eine Rolle beim Krankheitsrisiko. Menschen mit einem niedrigeren Ausbildungsniveau sind beispielsweise anfälliger für Langzeiterkrankungen.

Das ADG hebt hervor, dass die Zahl der Langzeitkranken im Vergleich zu den Arbeitslosen kontinuierlich angestiegen ist. Ende 2022 gab es in Belgien etwa 500.000 Langzeitkranke, verglichen mit rund 450.000 Vollarbeitslosen. In der DG wurden im gleichen Zeitraum etwa 2.700 Langzeitkranke und 2.200 Arbeitslose gezählt.

In den letzten Jahren wurde daher die Zusammenarbeit zwischen LIKIV, den Krankenkassen und den regionalen Arbeitsämtern intensiviert, um mehr Langzeitkranke wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. (red/kupo)

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