Die gute Nachricht: Mindestens 70 Prozent der Schlaganfälle könnten durch gezielte Präventionsmaßnahmen verhindert werden. Das bedeutet, dass viele Menschen aktiv werden können, um ihr Risiko zu senken. Der Patienten Rat + Treff (PRT) beantwortet wichtige Fragen rund um den Welt-Schlaganfall-Tag am kommenden Dienstag (29. Oktober).
Was ist ein Schlaganfall?
Ein Schlaganfall ist eine plötzliche Unterbrechung der Blutversorgung im Gehirn. Dies führt zu einem Sauerstoffmangel, der Gehirnzellen innerhalb weniger Minuten schädigen kann. Je schneller reagiert wird, desto besser sind die Chancen auf eine vollständige Genesung.
Wie erkennt man die Anzeichen eines Schlaganfalls?
Der FAST-Test ist eine einfache Methode, um die möglichen Warnsignale eines Schlaganfalls zu erkennen:
· F steht für Gesicht (Face): Die Frage lautet in dem Fall: Hängt eine Gesichtshälfte herab?
· A steht für Arme (Arms): Hier lautet die Frage: Kann der Betroffene beide Arme heben?
· S steht für Sprache (Speech): Ist die Sprache verwaschen oder unverständlich?
· T steht für Zeit (Time): Tritt eines dieser Symptome auf, sollte sofort der Notruf unter der bekannten Nummer 112 gewählt werden, denn jede Sekunde zählt.
Welche Risikofaktoren sind vermeidbar?
Der bekannteste Risikofaktor für einen Schlaganfall ist Bluthochdruck, doch es gibt noch weitere: Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum, Vorhofflimmern, Stress, Diabetes Typ 2, ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel. Viele dieser Risikofaktoren lassen sich durch einen gesunden Lebensstil beeinflussen. „Auch jüngere Menschen sollten ihre Gesundheit im Blick behalten“, erklärt Isabelle Kniebs, Fachkraft für Gesundheit im PRT. „Es gibt immer mehr Schlaganfälle bei Menschen unter 50 Jahren. Regelmäßige Vorsorge ist dabei entscheidend, denn nicht alle Risikomerkmale sind sofort spürbar.“ In einigen Fällen reichen Lebensstiländerungen allein nicht aus. „Manchmal sind Medikamente notwendig, um Risikofaktoren wie Bluthochdruck, hohen Cholesterinspiegel oder Vorhofflimmern zu behandeln“, fügt sie hinzu.
Was kann ich selbst tun, um mein Risiko zu senken?
„Jeder kann etwas tun, um sein Risiko für einen Schlaganfall oder einen erneuten Schlaganfall zu minimieren. Dabei ist der erste Schritt seine Risikofaktoren zu kennen“, betont Isabelle Kniebs. „Bereits kleine Änderungen des Lebensstils können einen großen Unterschied machen. Ausreichend Bewegung, eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse und das Reduzieren von Stress sind wichtige Schritte.“
Aktion „Schlag den Anfall“ zum Welt-Schlaganfall-Tag: Zum Welt-Schlaganfall-Tag organisiert der PRT mit den Krankenhäusern in der DG und weiteren Partnern eine große Gesundheitsaktion unter dem Motto „Schlag den Anfall“. Ziel der Aktion ist es, das Bewusstsein für Schlaganfallprävention zu stärken und die Bevölkerung über die Risiken aufzuklären. Am 28. Oktober 2024 im St. Nikolaus-Hospital Eupen (Foyer) sowie am 29. Oktober 2024 in der Klinik St. Josef St.Vith (4. Etage) – jeweils zwischen 16 und 20 Uhr – können Besucher kostenlose Blutdruck- und Blutzuckermessungen durchführen lassen. Zudem wird der FAST-Test erklärt. Fachleute stehen bereit, um wertvolle Tipps zur Vorbeugung und Nachsorge zu geben und zu zeigen, wie jeder durch kleine Änderungen im Alltag sein Risiko deutlich senken kann. In Eupen wird im Foyer von 18 bis 19 Uhr außerdem ein Vortrag zum Thema Schlaganfall stattfinden. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich. (red/sc)
Weitere Infos unter www.patientenrat.be oder telefonisch unter 087/55 22 88.

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