Aufgrund mehrerer Abwesenheiten musste Nationaltrainer Domenico Tedesco am Donnerstagabend in Rom experimentieren und teils ungewohnte Spieler aufstellen, sowohl in der Abwehr als auch im Angriff. Rückkehrer Leandro Trossard stürmte auf der Flügelposition. Vorne freute sich Charles De Ketelaere über einen Platz in der Startelf.
Lange dauerte die Freude aber nicht an: Nach genau einer Spielminute kassierten die Roten Teufel bereits das erste Gegentor: Die genannte Abwehr sah beim Abschluss von Andrea Cambiaso nicht gut aus (1:0). Mateo Retegui setzte in der 24. Minute mit einem Nachschuss einen obendrauf (2:0). Erneut waren die Schwachstellen in der belgischen Rückwärtsbewegung sichtbar.
Unmittelbar nach der Roten Karte für den Italiener Lorenzo Pellegrini, der Arthur Theate in der 38. Minute von hinten grätschte, was nach Videobeweis geahndet wurde, schöpften die Roten Teufel wieder Hoffnung, als Maxime de Cuyper sein erstes Länderspieltor nach einem clever ausgeführten Freistoß aus der Distanz erzielte (2:1). In der zweiten Halbzeit führte eine erneute Standardsituation zum Ausgleich: Ecke De Cuyper, Kopfball Faes und Verlängerung Trossard: Tor! Schon stand es 2:2 in der 61. Minute. Wenige Augenblicke später forderte Loïs Openda einen Elfmeter, allerdings trotz VAR-Check vergeblich.
In der 87. Minute feierten Cyril Ngonge und Malick Fofana ihr großes Länderspieldebüt für die belgische Nationalmannschaft. In den Schlussminuten passierte nichts mehr, sodass beide Teams mit dem 2:2-Unentschieden leben müssen. Aufgrund der Überzahl hätte Belgien in der zweiten Halbzeit durchaus mehr wagen können. (ab)

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