Windenergie ist eine saubere und nachhaltige Energiequelle. Sie hilft, von fossilen Brennstoffen wie Gas, Kohle oder Erdöl unabhängiger zu werden. Jedes Kilowatt, das durch Windkraft erzeugt wird, ersetzt Strom aus konventionellen Kraftwerken und verringert damit die Umweltbelastung. Der Park in Raeren wird laut Experten rund 47.000 Tonnen CO2 im Jahr einsparen. Zum Vergleich: 1 Tonne CO2 entsteht, wenn man rund 400 Liter Erdöl verbrennt. Mit dem Bau des Windparks sparen wir also Emissionen von 18,8 Millionen Liter Erdöl pro Jahr ein. Außerdem ist die Energiequelle Wind unerschöpflich und kostenlos.
Ein weiterer Vorteil des Windparks ist, dass wir in unserer Energieversorgung autonomer werden. Europa ist aktuell mit steigenden Energiekosten und geopolitischen Unsicherheiten konfrontiert, die für alle Verbraucher spürbar sind. Energie vor Ort in Raeren zu produzieren sichert nicht nur die Stromversorgung, sondern trägt auch dazu bei, dass unsere Abhängigkeit von Importen geringer wird.
Auch die Bürgerinnen und Bürger werden direkt vom Windpark profitieren: Das Projekt ist so aufgebaut, dass es über lange Zeit Gewinne für die Gemeinde erwirtschaften wird. Dazu gehören unter anderem die direkten Einnahmen aus dem Stromverkauf, Pachteinnahmen für Grundstückseigentümer und Steuereinnahmen für die Gemeinde. Dies wird die lokale Wirtschaft und die Gemeinde stärken. Gemeinden, die einen Windpark besitzen, weisen meist eine bessere Infrastruktur auf. Die Einnahmen können in lokale Projekte investiert werden.
Auch wenn noch nicht feststeht, wie diese Gewinne genutzt werden, so ist für die Raerener Grünen klar: Wenn Ecolo nach den Wahlen vom 13. Oktober weiter in der Raerener Mehrheit bleibt, soll ein Teil des Geldes investiert werden, um Raerens Energieversorgung noch nachhaltiger und unabhängiger zu machen. „Ein weiterer Teil könnte direkt von der Bevölkerung verwaltet werden, zum Beispiel über eine Art Bürgerbudget“, erläutert Ecolo-Spitzenkandidat Guido Deutz. Er sieht das Bürgerbudget als Möglichkeit, Viertel- und Dorfprojekte schnell und unbürokratisch umzusetzen.
Was den Park für die Bürgerinnen und Bürger besonders interessant macht, ist das 5. Windrad, das von der Genossenschaft Courant d’Air betrieben wird. „Es bietet den Bürgerinnen und Bürgern Raerens die Möglichkeit, sich direkt am Projekt zu beteiligen und finanziell von den Gewinnen der Anlage zu profitieren.“, erklärt der aktuelle Ecolo-Schöffe Ulrich Deller, der das Projekt initiiert und von Anfang an begleitet hat.
Ein komplexes Vorhaben mit viel Potenzial
Während die Produktion von Energie aus erneuerbaren Quellen einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Energieunabhängigkeit leistet, dürfen die potenziell negativen Auswirkungen solcher Projekte auf die Umwelt, die Lebensqualität der Anwohner und das lokale soziale Gefüge nicht außer Acht gelassen werden. Ein ausgewogener Ansatz, der sowohl die Vorteile maximiert als auch die Risiken minimiert, ist entscheidend. Hierzu gehörte bisher die sorgfältige Auswahl des Standorts, die Einhaltung strenger Umweltauflagen und weiterhin eine offene Kommunikation mit der Bevölkerung. Nur so kann sichergestellt werden, dass der Windpark nicht nur ein technisches, sondern auch ein gesellschaftliches Erfolgsmodell wird.
Mit Sabine Brandt hat Ecolo auf Platz 2 seiner Liste eine Expertin auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien, die genau diese Aspekte genau im Blick hat: Als Leiterin eines Unternehmens, das nachhaltige Energie produziert und das selbst Windkraftanlagen betreibt, wie auch als engagierte Bürgerin Raerens möchte sie den ausgewogenen Ansatz, den so ein Projekt braucht, in den nächsten Jahren fortführen: "Für Raeren ist der Windpark ein echtes Jahrhundertprojekt. Es ist eines der wenigen Windparkprojekte in Belgien, bei dem die Gemeinde von Beginn an die Steuerung innehatte. Weil eine Anlage des Parks von einer Genossenschaft betrieben wird, besteht für unsere Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit der Beteiligung an der Energieerzeugung. Somit kassieren sie dann auch die Gewinne. Bürgerenergie ist gerechter und sollte unbedingt ausgebaut werden.“



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