Drei Tage nach seinem WM-Titel im Zeitfahren hat Ewoud Vromant die nächste Medaille sicher: Am Freitagmorgen sicherte sich der 40-Jährige Bronze im Straßenrennen. Nach 62,7 Kilometern in und um Zürich herum setzte er sich im Sprint um den dritten Platz gegen die beiden Niederländer Hidde Buur und Nikolaos Papangelis durch.
Da waren die ersten beiden Fahrer schon fast unter der Dusche: Mit acht Minuten Vorsprung auf Vromant krönte sich Alexandre Leauté zum Weltmeister, der Brite Matthew Robertson holte mit 45 Sekunden Rückstand Silber. Das Duo hatte bereits in der dritten von zehn Runden den entscheidenden Angriff gestartet.
Für Vromant ist es nach 2019, 2021, 2022 und 2023 die fünfte Bronzemedaille im WM-Straßenrennen. Zum zweiten Mal hatte er am Dienstag Gold im Zeitfahren gewonnen. Er beendet damit einen bemerkenswert erfolgreichen September, der mit den beiden Olympischen Silbermedaillen im Kampf gegen die Uhr und in der Drei-Kilometer-Einerverfolgung begonnen hatte.
Rad-WM wird trotz schweren Sturzes fortgesetzt.
Generell wird die Straßenrad-WM in Zürich trotz des weiterhin sehr kritischen Zustands von Junioren-Fahrerin Muriel Furrer fortgesetzt. Das teilte der Weltverband UCI mit. Die Entscheidung sei nach Rücksprache und mit Einverständnis der Familie von Furrer getroffen worden.
„Die Familie möchte, dass die WM wie geplant fortgesetzt wird. Muriel Furrers Gesundheitsstatus bleibt weiterhin sehr kritisch. Die UCI, der Schweizer Verband und das lokale Organisationskomitee sind extrem besorgt“, hieß es in der Mitteilung.
Häufung schwerer Stürze
Die 18 Jahre alte Schweizerin war am Donnerstag im Juniorinnen-Rennen schwer gestürzt und hatte dabei ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Der Sturz war in einem Waldstück auf der Runde auf der Nordseite des Zürichsees passiert, die in allen Straßenrennen gefahren wird. Laut UCI suche man weiter nach Erkenntnissen, wie es zu dem Sturz gekommen war.
In der jüngeren Vergangenheit häufen sich schwere Stürze im Radsport. Im Juli war der Norweger André Drege bei der Österreich-Rundfahrt auf der Abfahrt vom Großglockner gestürzt und ums Leben gekommen. Im Juni 2023 war der Schweizer Gino Mäder einen Tag nach einem Sturz auf der Abfahrt des Albula-Passes seinen Verletzungen erlegen. Mäders Tod hatte eine Debatte um die Sicherheit im Radsport angestoßen. (dpa/tf)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren