„Nicht in Gräben verhaftet“: SPplus stellt sich in Raeren vor

<p>Martin Peters ist Spitzenkandidat der SPplus Raeren.</p>
Martin Peters ist Spitzenkandidat der SPplus Raeren. | Foto: SPplus

Als neue Liste sei man nicht „in den Gräben und zahlreichen Konflikten verhaftet“, die die Politik der jüngeren Vergangenheit geprägt hätten. „Wir können uns eine Zusammenarbeit zum Wohle der Gemeinde und ihrer Bürgerinnen und Bürger mit allen politischen Kräften im Gemeinderat vorstellen“, heißt es. Ein Schwerpunkt im Wahlprogramm ist die Beteiligung der Bürger. „Das bedeutet, dass die Politik sich rechtzeitig ein Stimmungsbild abholt und mögliche Alternativen vorab mit den Betroffenen diskutiert. (...) Dazu stellen wir uns einen standardisierten Prozess vor, der Entscheidungen des Gemeinderats von großer persönlicher Betroffenheit standardmäßig vorgeschaltet werden soll.“ In jedem Ortsteil soll einmal pro Jahr eine „AnsprechBar“ stattfinden, wo zentrale Vorhaben für den Ortsteil erläutert werden. Die öffentlichen Sitzungen des Gemeinderats sollen online gestreamt werden und anschließend im Internet verfügbar sein.

Außerdem will die Liste das Ehrenamt stärken, u. a. mit der Auslobung des Raerener „Ehrenamtspreis“. Zudem soll ein Mitglied des Gemeindekollegiums „Ehrenamtsbeauftragter“ werden und als Ansprechpartner dienen. Mit der „Raerener Ehrenamtskarte“ sollen Personen, die sich ehrenamtlich engagieren, Vergünstigungen in Einrichtungen der Gemeinde erhalten. Die SPplus legt ein besonderes Augenmerk auf die Verbesserung der Betreuungsangebote und der Bildungsinfrastruktur, um den Bedürfnissen berufstätiger Familien gerecht zu werden. Bei der Sportförderung wird der Neubau der Sporthalle in Eynatten als zentrales Projekt hervorgehoben, wobei eine enge Zusammenarbeit mit den Vereinen angestrebt wird.

<p>Die Kandidaten der Liste SPplus in Raeren, die sich zur Wahl stellen.</p>
Die Kandidaten der Liste SPplus in Raeren, die sich zur Wahl stellen. | Fotocollage: SPplus Raeren

Die Liste SPplus will die Teilhabe von Nicht-Belgiern in der Gemeinde erhöhen und strebt dabei eine stärkere Einbindung in das Vereinsleben und den politischen Prozess an. In Sachen Finanzpolitik sei die Haushaltslage auch im belgischen Vergleich „äußerst komfortabel und zeugt von einem verantwortungsvollen Umgang mit Finanzen durch die bisherige Gemeindepolitik“. Dennoch sei eine volle Gemeindekasse „kein Selbstzweck“, sondern soll dazu dienen, Reserven für große, sinnvolle und nachhaltige Investitionen vorzuhalten. Im Tourismus ist eine bessere Vermarktung der Gemeinde Raeren als attraktives Ziel in der Euregio geplant, wobei verstärkt auf digitale Kanäle und Kooperationen gesetzt werden soll. Zudem unterstützt die SPplus die Reaktivierung der Zugverbindung zwischen Stolberg und Eupen, um eine bessere Anbindung der Gemeinde Raeren zu gewährleisten. Im Hochwasserschutz will die SPplus die Vorschläge, die das Institut für Wasserwirtschaft der RWTH Aachen der Gemeinde unterbreitet hat, zügig umsetzen. (sc)

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