DG-Regierung genehmigt Pilotprojekte von Kelmis und Amel

<p>Foto: GE-Archiv</p>
Foto: GE-Archiv

Für die Verwirklichung der Projekte, die dazu beitragen sollen, die CO²-Emissionen in Ostbelgien zu reduzieren, stellt die DG über 100.000 Euro zur Verfügung. Die Regierung habe das Bezuschussungssystem für Pilotprojekte der Gemeinden im Januar 2022 eingeführt und insgesamt nun 45 Projekte mit einem Gesamtbudget von 1,8 Millionen Euro genehmigt, hieß es in einer Mitteilung. Die DG kofinanziert demnach die Projekte zu 87 Prozent mit 1,57 Millionen Euro. Die Gemeinde Kelmis wird im Rahmen eines Pilotprojekts Messtechnik zur Analyse der Energieeffizienz in insgesamt neun Liegenschaften der Gemeinde anschaffen, um diese im Detail zu analysieren und darauf basierend entsprechende Maßnahmen für eventuelle energetische Renovierungsarbeiten zu erarbeiten. Die Messtechnik wird eine Wärmebildkamera, ein Laser-Distanz-Messgerät und weitere Messgeräte zur Messung der Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftqualität und des Stromverbrauchs beinhalten. Für die fachgerechte Benutzung der Messtechnik und Auswertung der Daten sind als Teil des Projekts ebenfalls Personalweiterbildungen vorgesehen. Zu den Liegenschaften zählen das Gemeindehaus, der Bauhof, das Sportzentrum, die Patronage, das Parkcafé, das Kulturzentrum Select, das Kulturheim Hergenrath und die Gemeindeschulen Kelmis und Hergenrath.

Optimierung des Nahwärmenetzes am Bauhof

In der Gemeinde Amel wurde im Jahr 2012 ein Nahwärmenetz im ehemaligen Molkereikomplex errichtet, das den Bauhof, den Wasserdienst, die Kreativa, das Rote Kreuz, das ÖSHZ, zwei Sozialwohnungen, die Feuerwehr, die offene Jugendarbeit und das Turn- und Leistungszentrum umfasst. Alle in dem Gebäudekomplex befindlichen Heizöl- und Schwerölkessel wurden damals durch eine zentrale Pelletsheizung ersetzt. In den Folgejahren wurde festgestellt, dass bei der Heizungsanlage noch Effizienzsteigerungen möglich wären. Aus diesem Grund hatte die Gemeinde im Mai 2023 einen Pilotprojektantrag für eine Studie zur Optimierung des Nahwärmenetzes am Bauhof eingereicht. Diese Studie empfiehlt nun, den Einbau einer additiven Solarthermieanlage genauer zu untersuchen, da diese zu einer zusätzlichen Energieeinsparung von 20 Prozent führen und den thermischen Energiebedarf des Nahwärmenetzes in den Sommermonaten vollständig decken könnte. Dies soll im Rahmen des nun genehmigten Projekts realisiert werden, wobei neben der Berechnung der notwendigen Größe und Rentabilität der Solarthermieanlage die Einspeisung der aus ihr gewonnenen Energie in das bestehende Nahwärmenetz analysiert werden soll. Die Gesamtstudie soll bis Ende September 2024 vorliegen. Im Sommer 2025 soll mit den Arbeiten zur Optimierung des Nahwärmenetzes begonnen werden, bis Oktober 2025 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. (red/sc)

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