Ecolo Ostbelgien geht mit Issa Gamboulatov als Spitzenkandidat ins Rennen

<p>Die Ecolo-Liste für die anstehenden Provinzwahlen am 13. Oktober: Monika Dethier-Neumann, Spitzenkandidat Issa Gamboulatov, Isabelle François und Berthold Müller (von links)</p>
Die Ecolo-Liste für die anstehenden Provinzwahlen am 13. Oktober: Monika Dethier-Neumann, Spitzenkandidat Issa Gamboulatov, Isabelle François und Berthold Müller (von links) | Foto: Ecolo

Issa Gamboulatov ist 58 Jahre alt, Bioingenieur und Präsident des Ringervereins Saitiev in Eupen sowie internationaler Kampfrichter. Die Belange und Herausforderungen der Sportvereine und der Vereinswelt insgesamt seien ihm also bestens bekannt, hieß es. Auf Platz zwei der Ecolo-Provinzliste folgt die Eupenerin Isabelle François (27), die bereits für die PDG-Wahlen im Juni für Ecolo angetreten war. Die Liste wird vervollständigt durch Berthold Müller (66) aus Amel, der auch Mitglied des Gemeinderates ist, und durch die ehemalige Regionalabgeordnete Monika Dethier-Neumann (64) aus Eupen, die „somit für ein ausgewogenes Verhältnis aus frischen Ideen und institutioneller Erfahrung sorgen“, ist sich Ecolo sicher. Das Programm für die Provinzen werde im Laufe des Monats veröffentlicht werden.

Dem Ecolo-Spitzenkandidaten Issa Gamboulatov haben wir einige Fragen gestellt:


Wie kam es zu Ihrer Kandidatur?


Ich bin schon seit über 20 Jahren bei Ecolo zu Hause. Die Kandidatur wurde mir von den Mitgliedern von Ecolo Ostbelgien angeboten, insbesondere auf Grund meiner Erfahrung in der Sport- und Vereinswelt, als Trainer und als Schiedsrichter. Ich habe mir angeschaut, was das inhaltlich und zeitlich bedeutet und habe entschieden, dass jetzt ein guter Zeitpunkt ist, mich für dieses Amt zu engagieren. Diese Arbeit ist für mich neu, aber ich kann mich auf die Erfahrung und Unterstützung meiner Mitstreiterinnen und Mitstreiter verlassen.


Wofür stehen Sie? Was möchten Sie im Provinzialrat erreichen?


Solange es die Provinzen noch gibt, möchte ich die Stimme der deutschsprachigen Belgierinnen und Belgier in den Provinzialrat tragen. Zum Beispiel spielt die Provinz bei der Ausbildung von Polizei und Feuerwehranwärter*innen eine große Rolle und da sind insbesondere die Ausbildungsmodule in deutscher Sprache eine Herausforderung. Außerdem übernimmt die Provinz einen Anteil der Kosten der Hilfeleistungszonen, auch das ist zu betrachten.


Wie sollte man eine Abschaffung der Provinzen am besten in Angriff nehmen?


Ecolo und Groen haben gemeinsam, unter Mitwirken der deutschsprachigen Ecolos, ein Gesamtkonzept ausgearbeitet und abgestimmt. Das Ziel ist es, den belgischen Staat so zu organisieren, dass er für alle einfacher zu verstehen und effizienter wird. Da fallen die Provinzen dann raus. Das wäre der beste und nachhaltigste Weg in den Augen der gesamten grünen Fraktion.


Wäre ein Politik des „leeren Stuhls“ nicht besser? Das heißt: Keinen Kandidaten aus Protest nach Lüttich schicken?


Das hätte vielleicht kurz nach den Wahlen etwas Protestwirkung, bedeutet aber auch, dass wir bei den nachfolgenden Diskussionen, wie die Provinzen aufgelöst werden sollen und wie das in der DG aussehen soll, nicht dabei wären. Das halten wir nicht für zielführend.


Was glauben Sie: Finden 2024 zum letzten Mal Provinzwahlen statt?


Im Moment ist für uns noch nicht klar zu sehen, welchen Weg die potenziellen Regierungspartner in allen Landesteilen gehen wollen. Wir als Ecolo und Groen haben eine klare Position und werden diese auch weiterhin verteidigen.

NAMEN

Ecolo-Liste für die Provinzwahlen

1. Issa Gamboulatov, Kelmis, 58 Jahre

2. Isabelle François, Eupen, 27 Jahre

3. Berthold Müller, Amel, 66 Jahre

4. Monika Dethier-Neumann, Eupen, 64 Jahre

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