Ecolo: Issa Gamboulatov ist Spitzenkandidat für die Provinzwahlen

<p>Die Ecolo-Liste für die Provinzwahlen: Monika Dethier-Neumann, Spitzenkandidat Issa Gamboulatov, Isabelle François und Berthold Müller</p>
Die Ecolo-Liste für die Provinzwahlen: Monika Dethier-Neumann, Spitzenkandidat Issa Gamboulatov, Isabelle François und Berthold Müller | Foto: Ecolo

Issa Gamboulatov ist 58 Jahre alt, Bioingenieur und engagiert sich seit fast 20 Jahren bei Ecolo und in seinem Heimatdorf, wie es in einer Mitteilung der Grünen heißt, die auf eine Pressekonferenz zur Vorstellung ihrer Kandidaten für die Provinz verzichtet haben. Gamboulatov ist ebenfalls Präsident des Ringervereins Saitiev in Eupen und Internationaler Kampfrichter. Die Belange und Herausforderungen der Sportvereine und der Vereinswelt insgesamt seien ihm also bestens bekannt, hieß es. „Die Kandidatur für den Provinzialrat wurde mir von den Mitgliedern von Ecolo Ostbelgien angeboten, insbesondere auf Grund meiner Erfahrung in der Sport- und Vereinswelt. Ich habe mir angeschaut, was das inhaltlich und zeitlich bedeutet und habe entschieden, dass jetzt ein guter Zeitpunkt ist, mich für dieses Amt zu engagieren. Diese Arbeit ist für mich neu, ich kann mich aber auf die Erfahrung und Unterstützung meiner Mitstreiterinnen und Mitstreiter verlassen“, wird Issa Gamboulatov in der Ecolo-Mitteilung zitiert. Auf Platz zwei der Ecolo-Provinzliste folgt die Eupenerin Isabelle François (27), die bereits für die PDG-Wahlen im Juni für Ecolo angetreten war. Die Liste wird vervollständigt durch Berthold Müller (66) aus Amel, der auch Mitglied des Gemeinderates ist, und durch die ehemalige Regionalabgeordnete Monika Dethier-Neumann (64) aus Eupen, die „somit für ein ausgewogenes Verhältnis aus frischen Ideen und institutioneller Erfahrung sorgen“, ist sich Ecolo sicher. Das Programm für die Provinzen werde im Laufe des Monats veröffentlicht werden.

Im Wahlprogramm vom 9. Juni 2024 habe Ecolo, zusammen mit der Schwesterpartei Groen in Flandern und den deutschsprachigen Mitgliedern von Ecolo Ostbelgien, an dem Prinzip der Abschaffung der Provinzen festgehalten, rufen die Grünen in Erinnerung. Dies im Sinne einer Vereinfachung des belgischen Staates für alle Bürgerinnen und Bürger. „Solange dies aber nicht der Fall ist, möchte Ecolo Ostbelgien an den Entscheidungen und Gesprächen im Provinzialrat teilnehmen und konsequent auf die Belange der Bürgerinnen und Bürger der Deutschsprachigen Gemeinschaft hinweisen. In den Augen von Ecolo Ostbelgien müssen die bedeutenden Mittel der Provinz bis zu einer vollständigen Übertragung an die DG den Vereinen und Organisation besser und gerechter zugutekommen”, schreibt Ecolo Ostbelgien. „Auch bei der Ausbildung von Polizei und Feuerwehranwärter*innen spielt die Provinz eine große Rolle. Dabei sind insbesondere die Ausbildungsmodule in deutscher Sprache eine Herausforderung. Außerdem übernimmt die Provinz einen Anteil der Kosten der Hilfeleistungszonen, auch das ist zu betrachten.“ (red/sc)

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