Ziel ist es, mehr als 90 Prozent der Kinder unter zehn Jahren zu erreichen. Dazu soll es zeitlich und örtlich begrenzte Kampfpausen geben. Bereits am Samstag waren bei einer Pressekonferenz der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde im Gazastreifen die ersten Impfdosen verabreicht worden. Die WHO sprach von einer Eröffnungszeremonie.
Kürzlich hat es in dem Palästinensergebiet den ersten Fall von Kinderlähmung seit 25 Jahren gegeben. Seit Beginn des Kriegs nach dem Terrorangriff der Hamas auf das israelische Grenzgebiet am 7. Oktober vergangenen Jahres konnten viele Babys im Gazastreifen nicht geimpft werden.
Die schlimmen hygienischen Zustände in dem Küstenstreifen, wo zahlreiche Vertriebene auf engstem Raum ausharren müssen und sauberes Wasser knapp ist, können laut WHO zu einer raschen Ausbreitung der Krankheit beitragen.
Nach WHO-Angaben soll im zentralen Gazastreifen mit der Impfaktion begonnen werden. Nach drei oder möglicherweise auch mehr Tagen soll die Kampagne demnach im Süden fortgesetzt werden, ehe es in den Norden des Küstenstreifens geht. (dpa/ag)

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