Die belgische Nummer Zwei (ATP 80) schlug den Russen Pavel Kotov (ATP 60) nach einem wahren Marathonmatch mit 6:2, 4:6, 6:2, 3:6, 7:6 (10/7). Bereits in der Saison 2021 hatten sich beide Tennisspieler dreimal gegenübergestanden, damals gewann Bergs nur eine Partie.
In der zweiten Runde der US Open trifft der Lommeler auf den Italiener Flavio Cobolli (ATP 31). In der Zwischenzeit ist er aber auch im Doppel im Einsatz: Am späten Mittwochabend (nicht vor 20.55 Uhr) fordert er mit dem Ungarn Fabian Marozsan das portugiesische Paar Nuno Borges und Francisco Cabral heraus.
In vier Sätzen: Alcaraz löst Erstrundenaufgabe
Tennis-Superstar Carlos Alcaraz hat auf dem Weg zum dritten Grand-Slam-Titel in Folge den ersten Schritt gemacht. Der Spanier wurde seiner klaren Favoritenrolle in der ersten Runde gerecht und besiegte den australischen Qualifikanten Li Tu in rund zweieinhalb Stunden Spielzeit mit 6:2, 4:6, 6:3, 6:1. Alcaraz peilt nach den Triumphen bei Roland Garros und in Wimbledon den dritten Major-Titel des Sommers an.
„Ich genieße es jedes Mal, hier zu spielen. Die Atmosphäre ist elektrisierend“, sagte Alcaraz im Interview mit dem Australier Nick Kyrgios: „Ich bin sehr glücklich, es ist eine große Ehre für mich.“
Der Olympia-Zweite zählt zusammen mit Grand-Slam-Rekordgewinner Novak Djokovic und dem Weltranglistenersten Jannik Sinner zu den Topfavoriten in Flushing Meadows. Vor zwei Jahren hatte Alcaraz in New York seinen ersten Major-Titel gewonnen, im Vorjahr scheiterte er im Halbfinale an Daniil Medwedew. In der zweiten Runde trifft Alcaraz auf den Niederländer Botic van de Zandschulp.

Sinner erleichtert über Fan-Zuspruch: Reaktion „großartig“
A propos Sinner: Der feierte den Sieg beim ersten Auftritt nach seinem vieldiskutierten Doping-Freispruch ohne überschwängliche Jubelgeste. Seine Erleichterung war dem Weltranglistenersten erst auf den zweiten Blick anzumerken. Durch den ungebrochenen Zuspruch der Zuschauer wirkte der Italiener wie von einer Last befreit. „Die Reaktion der Fans war großartig“, schwärmte Sinner nach dem 2:6, 6:2, 6:1, 6:2 gegen den Amerikaner Mackenzie McDonald. „Schon als die Nachricht rauskam, habe ich während der Trainings viel Unterstützung gespürt.“
Auch nach dem tagelangen Wirbel um die zwei positiven Dopingtests und den anschließenden Freispruch Sinners hatten die Zuschauer den Titelkandidaten im Arthur Ashe Stadium freundlich mit Applaus empfangen. Buhrufe und sonstige Unmutsbekundungen waren auch während der Partie weder zu hören noch zu sehen. „Es ist immer noch nicht einfach“, sagte Sinner dennoch nachdenklich zu seiner Gesamtsituation.
Nach zwei positiven Tests im März auf das verbotene anabole Steroid Clostebol war Sinner nach Angaben der verantwortlichen Tennis-Agentur Itia vor gut einer Woche von einem unabhängigen Gericht freigesprochen worden. Die Erläuterung des Australian-Open-Siegers, dass das verbotene Mittel durch eine Massage versehentlich in seinen Körper gekommen sei, wurde als schlüssig angesehen.

Einige Spieler wie Novak Djokovic hatten danach eine Ungleichbehandlung anderer Profis in ähnlichen Situationen angeprangert. „Ich hoffe, die Situation kann für jeden Spieler die gleiche sein“, sagte nun auch der frühere US-Open-Sieger Medwedew aus Russland.
Es habe direkte Reaktionen anderer Spieler gegeben, berichtete Sinner – ohne genauer ins Detail zu gehen, wie diese ausgefallen waren. „Ich kann nicht wirklich kontrollieren, was sie denken und was sie reden.“ Insgesamt sei die Reaktionen jedoch „nicht schlecht“ gewesen.
Sportlich konnte Sinner den schlechten Start beim Grand-Slam-Turnier in New York mit dem Verlust des ersten Satzes schnell abschütteln und sein druckvolles Spiel wie gewohnt aufziehen. In der zweiten Runde trifft der Australian-Open-Champion auf den US-Profi Alex Michelsen. In einem möglichen Halbfinale könnte es zum Duell der Jungstars mit Carlos Alcaraz kommen. Der Spanier hatte bei seiner Auftaktaufgabe gegen den australischen Qualifikanten Li Tu wie Sinner phasenweise Mühe, setzte sich aber am Ende souverän 6:2, 4:6, 6:3, 6:1 durch. (belga/dpa/sid/tf)

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