Der Goldene Leopard des 77. Internationalen Filmfestivals Locarno ist an den Spielfilm „Akiplėša“ („Toxic“) verliehen worden. Die Studie um den Alltag zweier junger Frauen unter dem Druck fataler Schönheitsideale ist das Spielfilm-Debüt der litauischen Regisseurin Saulė Bliuvaitė. Im Experimental-Wettbewerb „Pardi di domani“ ging ein Silberner Leopard an den von deutschen und russischen Produzenten finanzierten Kurzfilm „Gimn chume“ („Hymne auf die Pest“) des in Paris arbeitenden russischen Künstlerkollektivs „Atak51“.
Zwei Filme, die vom Zentrum für Film und Audiovisuelles (CCA) der Französischen Gemeinschaft unterstützt wurden, erhielten auch eine Auszeichnung in Nebenkategorien: „Mexico 86“ von Regisseur César Diaz und „Kouté Vwa“, das erste Langfilmwerk von Maxime Jean-Baptiste. Insgesamt zeigte das Festival am schweizerischen Ufer des Lago Maggiore in elf Tagen 225 Kurz-, Spiel-, Dokumentar- und Experimentalfilme. Die Preise wurden am Samstagnachmittag übergeben. Die Abschlussgala für etwa 8.000 Filmfans soll am Samstagabend auf der malerischen Piazza Grande von Locarno stattfinden. (dpa/belga/sc)

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