Was ist besonders?
Das Duell der Gründungsmitglieder der Bundesliga zum Auftakt verrät bereits, was die Fans in der kommenden Spielzeit erwartet. Köln, der HSV, der 1. FC Nürnberg, Schalke 04, der 1. FC Kaiserslautern, Hertha BSC, Fortuna Düsseldorf, Hannover 96 – die 2. Liga hat jede Menge große Namen zu bieten. Es werden einige Spieltage erwartet, an denen mehr Zuschauer in die Stadien des Unterhauses strömen als in die Arenen der Bundesliga. Der Besucher-Rekord aus der Vorsaison (8,9 Millionen) dürfte überboten werden.
Gibt es weitere imposante Zahlen?
Die gibt es in der Tat. Zwölf Klubs waren schon einmal Meister, drei sogar Europacupsieger. Zum Vergleich: Von den 18 Bundesligisten gewannen nur neun die Meisterschaft. Neun Vereine der 2. Liga waren zudem Gründungsmitglieder der Bundesliga.
Wer steigt auf?
In den aktuellen Fan-Umfragen liegen Hamburg und Bundesliga-Absteiger Köln klar vorne. Aber auch die Hertha als anderer Absteiger, Düsseldorf und Schalke werden hoch gehandelt. Für die Aufsteiger Jahn Regensburg, Preußen Münster und SSV Ulm geht es dagegen nur um den Klassenerhalt.
Was ist neu?
Nach den positiven Eindrücken bei der EM gilt die „Kapitänsregel“ auch in der 2. Liga. Nur noch die Spielführer dürfen mit den Schiedsrichtern diskutieren. Ein weiteres Novum ist die Torlinien-Technologie, die nach neun Jahren in der Bundesliga nun auch in der 2. Liga eingesetzt wird.
Wer steht im Mittelpunkt?
Die größten Namen stehen nicht auf dem Platz. Mit Spannung wird erwartet, wie sich Weltmeister Miroslav Klose (Nürnberg) und Steffen Baumgart (Hamburg) als Trainer schlagen. Zudem richten sich die Augen nach Hannover, wo Martin Kind trotz seiner Abberufung als Geschäftsführer die Macht wahren möchte.
Wie sieht es mit den Finanzen aus?
Von den 1,1 Milliarden Euro an nationalen Mediengeldern gehen nur 20 Prozent in die 2. Liga. Für viele Klubs ist es deshalb ein Tanz auf der Rasierklinge. Kind formuliert es drastischer: „Die 2. Liga ist die Einleitung zum wirtschaftlichen Selbstmord.“ (sid/leo)

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