Am Wochenende (26. bis 28. Juli) mit dem Auto in den Urlaub zu starten, ist keine gute Idee. Denn der Auto Club Europa (ACE) sowie der Automobilklub Touring warnen vor dem „Stauhöhepunkt des Sommers“. Auch der ADAC erwartet eines der „schlimmsten Stauwochenenden der Saison“ und verweist dabei aufs Vorjahr: 2023 war das letzte Juli-Wochenende das mit Abstand staureichste von zwölf Reisewochenenden.
In Belgien werde der Verkehr am Freitagnachmittag und -abend sowie am Samstagmorgen in Richtung Küste auf der E40 Brüssel–belgische Küste und auf der E411 Brüssel–Luxemburg sehr schwierig sein. Für die Rückreisen könnte der Verkehr am Sonntagabend in Richtung Inland besonders kompliziert werden, vor allem auf der E40 Ostende–Brüssel und der E411 Luxemburg–Brüssel, warnt Touring. Auch in Frankreich wird der Freitag als roter Tag eingestuft, mit Staus ab mittags. Der Verkehr wird in der Île-de-France besonders schwierig sein, aufgrund der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele. Am Samstag erwartet Touring riesige Staus auf den Straßen in Richtung Süden, insbesondere im Rhônetal (A7), auf den Autobahnen der Mittelmeerregion (A8 und A9), auf der A71/A75 bei Clermont-Ferrand und auf der Südwest-Autobahn (A10/A63). Am Sonntag wird der Verkehr in der Auvergne, in Rhône-Alpes und in der Île-de-France sehr schwierig sein. Es wird empfohlen, die A7 Orange–Lyon und den Mont-Blanc-Tunnel zwischen 12 und 21 Uhr zu meiden. In Richtung Rückreise erwartet Touring ebenfalls einen sehr schwierigen Verkehr mit langen Staus, vor allem auf den Straßen der Mittelmeerregion und in der Île-de-France.
In Deutschland beginnen die Schulferien in Baden-Württemberg und Bayern, was zu einem hohen Verkehrsaufkommen im Süden Deutschlands, in Österreich und in der Schweiz in Richtung Süden führen wird. Am Freitag wird der Verkehr in diesen Ländern, aber auch in Italien und Spanien schwierig sein, mit einigen Verzögerungen. Am Samstag erwartet Touring einen sehr schwierigen Verkehr mit langen Staus. Der Sonntag hingegen wird als gelber Tag eingestuft, mit dichtem, aber flüssigem Verkehr. In Richtung Rückreise wird der Samstag sehr schwierig sein mit langen Staus, während Freitag und Sonntag als orange Tage eingestuft werden: Der Verkehr wird schwierig sein mit einigen Verzögerungen.
Auch auf den Autobahnen in Österreich müssen die Reisenden extrem viel Geduld mitbringen. Vor allem die Transitrouten füllen sich stark. Zudem ist der Arlbergtunnel im Westen Österreichs noch bis voraussichtlich 22. November gesperrt, teilt der ACE mit. Über die Ausweichstrecke Arlbergpass kann es zu einer mindestens halbstündigen Verlängerung der Reisezeit kommen. Auch sind in Tirol an den Wochenenden und Feiertagen bis Mitte Oktober Stau-Ausweichrouten entlang wichtiger Durchgangsstrecken, etwa an der Inntalautobahn, gesperrt. Die Zeiten sind in den betreffenden Bezirken leicht unterschiedlich. Ausgenommen sind der Anrainerverkehr und Autofahrer mit dem Urlaubsziel in diesen Regionen. Eine Internetseite des Landes Tirols informiert über gesperrte Strecken und Zeiten. Solche Sperrungen der Ausfahrten gibt es ebenfalls entlang der Tauernautobahn für Transitreisende. In der Zeit von 6. Juli bis 10. September gelten diese laut ACE rund um die Uhr. Es dürfen demnach nur Reisende mit einem Urlaubsziel in der Region die Autobahn verlassen. Aber es gibt hier auch weiterhin eine „kleine Erleichterung“: Die Sommerpause für die Großbaustelle in der Tunnelkette Golling – Werfen, die zuvor für lange Staus sorgte.
Längere Wartezeiten - schon mal bis zu einer Stunde - sind an den Grenzen sehr wahrscheinlich, vor allem bei der Rückreise von Österreich nach Deutschland. Diese können für die österreichischen Autobahn-Grenzübergänge Walserberg, Kiefersfelden und Suben vorab online bei der österreichischen Infrastrukturgesellschaft Asfinag eingesehen werden. In der Schweiz kommen auf Reisende entlang der Hauptverkehrsverbindungen erhebliche Wartezeiten zu - speziell auf der Gotthard-Route (A 2), besonders vor dem Gotthardtunnel. Es muss ab Freitagnachmittag mit Wartezeiten gerechnet werden. Samstag und Sonntag könne nur in der Nacht von einer entspannteren Verkehrslage ausgegangen werden, so der ACE. Jedoch seien auch dann Wartezeiten nicht zu vermeiden.
Die meisten Staus erwarten die Verkehrsclubs am Freitagnachmittag, Samstag und Sonntagnachmittag. Wer also kann, wählt ruhigere Alternativrouten oder - besser - einen anderen Starttermin, etwa von Dienstag bis Donnerstag. Wer dennoch am Wochenende los will oder muss, startet lieber frühmorgens oder fährt gar nachts. (belga/dpa/sc)

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