Onlinesucht oder die Abhängigkeit danach, nichts mehr verpassen zu wollen, ist vor allem ein Problem der jungen Generation. Das endlose Scrollen fühlt sich einfach gut an. Und das Ziel ist dabei oft: Volle Entspannung und das Gehirn einfach mal abschalten. Doch, wenn dann mal mehrere Stunden dabei draufgehen, fragt man sich am Ende des Tages, was man eigentlich mit der ganzen Zeit angefangen hat. Ist doch alles nicht so schlimm, denkt man sich dann, am Ende des Tages hatte man doch sowieso nichts Besseres zu tun. Einem selber scheint dabei gar nicht aufzufallen, wie schnell so ein Verhalten zur Routine werden kann. Die Aufmerksamkeitsspanne minimiert sich und das Gehirn sucht stetig nach neuen Dopaminschüben an denen es sich erfreuen kann.
Scrollen ist nicht gleich Scrollen. Soziale Medien nehmen einen hohen Stellenwert ein und damit kommen auch negative Erfahrungen einher. Die Psyche wird belastet. Stress entsteht. Liken, Teilen, Kommentieren und dabei immer die Angst, etwas Wichtiges zu verpassen. Auch Essstörungen, Depressionen oder Ängste hängen mit der vermehrten Nutzung dieser Plattformen zusammen. Und am Ende des Tages muss man sich die Frage stellen: Womit will ich meine Zeit verbringen?
Jetzt mag man glauben, dass eine Welt ohne Soziale Medien oder gar Smartphone die perfekte Lösung für dieses Problem sein mag. Doch wer so denkt, ist nicht nur sehr naiv, sondern auch realitätsfern. Fakt ist nun mal, dass es keine Welt mehr ohne Soziale Medien mehr geben wird. Die Lösung sollte also nicht darin bestehen, das Medium zu verbieten, sondern gezielt dabei zu helfen, aufzuklären und Jugendlichen zu zeigen, wie wenig authentisch die Welt der Sozialen Medien ist. Instagram, TikTok und Co. werden weiterhin versuchen, Strategien zu entwickeln, neue Menschen in ihren Bann zu ziehen.
Diese „Onlinepandemie“ wird auch in Zukunft eine immer größere Herausforderung darstellen, wenn wir als Menschen nicht verstehen, wie ernstzunehmend dieses Phänomen ist.
Dieser Beitrag erscheint im Rahmen des Projektes „Media and Me“. Während drei Tagen erhalten Teilnehmer ab 16 Jahren unter anderem Einblicke in die Abläufe der GrenzEcho-Redaktion und erstellen journalistische Texte zu aktuellen gesellschaftlichen Themen.
![<p>[Media and Me] Social Media, die Krankheit der Jugend?</p>](https://grzeng.rosselcdn.net/sites/default/files/dpistyles_v2/ena_16_9_extra_big/2024/07/02/node_108890/15026639/public/2024/07/02/B9736390453Z.1_20240702153723_000%2BG8SP0R7V3.1-0.jpg?itok=TJ7gf1bK1719927867)
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