Eigentor von Jan Vertonghen: Belgien scheitert im Achtelfinale an Frankreich

<p>Belgien ist raus bei der EM.</p>
Belgien ist raus bei der EM. | Foto: Photo News

Nach der WM 2018 und der Nations League 2021 scheiterte Belgien zum dritten Mal an Frankreich. Der Vizeweltmeister trifft nun auf den Sieger zwischen Portugal und Slowenien. Die Partie findet am Freitagabend (21 Uhr) im Hamburger Volksparkstadion statt.

Frankreich 1:0 Belgien

Zum Knaller gegen Frankreich überraschte Nationaltrainer Domenico Tedesco: In seiner Offensive ließ er erstmals Loïs Openda von Beginn an neben Romelu Lukaku stürmen, auch Yannick Carrasco spielte im 4-4-2 von Beginn an. Kevin De Bruyne kam derweil defensiver auf einer „Doppelsechs“ mit Amadou Onana zum Zuge. Frankreich baute um: Kylian Mbappé und Marcus Thuram stürmten für den Vizeweltmeister, dahinter kam Antoine Griezmann zum Einsatz.

Etwas mehr als 7.000 belgische Fans waren in Düsseldorf dabei – und sangen immer lauter als die Franzosen. Unter den Teufel-Supportern befanden sich auch einige Ostbelgier (siehe Foto). Sie sahen einen abwartenden Start beider Mannschaften. Nach zehn Minuten gab Griezmann einen ersten, allerdings harmlosen Schuss für das aktivere Frankreich ab. Belgien lauerte, setzte auf seine schnellen Offensivakteure und spielte sich nach einer Viertelstunde erstmalig in den gegnerischen Strafraum. Carrasco fiel nach einem Konter – der Pfiff von Schiedsrichter Glenn Nyberg aus Schweden blieb aus.

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In der 24. Minute dann die bislang beste Chance der Belgier: Doku wurde auf Linksaußen von Griezmann gefoult, den anschließenden Freistoß zirkelte der ansonsten viel defensiver spielende De Bruyne direkt auf das Tor. Schlussmann Mike Maignon klärte etwas unorthodox per Fußabwehr.

Wenig später setzte sich Openda an der linken Grenze des Strafraums stark gegen Upamecano durch. Seine flache Hereingabe landete über Umwege bei Carrasco, der Hernandez anschoss. Belgien forderte einen Handelfmeter - der französische Verteidiger blockte den Ball aber mit dem Knie (28.). Frankreich hatte nach einer halben Stunde mehr Ballbesitz, Belgien aber die besseren Chancen.

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Knapp zehn Minuten vor der Pause war das bereits mit drei Gelben Karten vorgewarnte Frankreich an der Reihe: Ein Kopfball von Thuram flog rechts am Tor von Casteels vorbei. Nach 40 Minuten versuchte es Tchouameni mit einem knallharten Rechtsschuss – ebenfalls vorbei. Frankreich machte mehr Druck, ein Schuss von Tchouameni rauschte deutlich über die Latte.

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Nach dem Seitenwechsel begann Frankreich stark und wurde gefährlicher, Belgien geriet unter Druck: Casteels verhinderte den Führungstreffer von Tchouameni, kurz darauf verpasste „Maskenmann“ Mbappé das belgische Tor. 100-prozentige Chancen erspielten sich hochstehende „Les Bleus“ nicht, obwohl sie Belgien in die Defensive zwangen.

Den Roten Teufeln ergaben sich so Räume zum Kontern: In der 61. Minute wurde Carrasco nach einem feinen Zuspiel von De Bruyne im allerletzten Moment von Hernandez gestört. Wenig später griff Tedesco erstmals ein: Mangala kam für Openda. 20 Minuten vor dem Ende erhielt der bis dahin unauffällige Lukaku endlich etwas Platz: Nach einem guten Angriff entschärfte Maignan seinen Linksschuss. Für Frankreich vergab Innenverteidiger Saliba auf der Gegenseite (74.).

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Weiter keine Tore, die Verlängerung rückte näher. In der 83. Minute dann wieder Belgien: De Bruyne feuerte einen Schuss auf das Tor ab, Maignan bewahrte Frankreich erneut vor dem Rückstand.

Fünf Minuten vor dem Ende war es dann doch um Belgien geschehen: Kolo Muani brachte Frankreich in Führung, Innenverteidiger Jan Vertonghen hatte seinen Schuss entscheidend abgefälscht und Casteels so keine Chance gelassen - den Teufeln drohte das EM-Aus.

Viel Zeit blieb nicht mehr: Lukebakio kam für Carrasco, De Ketelaere für Castagne, Belgien setzte alles auf eine Karte. De Ketelaere verpasst eine Hereingabe knapp, ein Schuss von Doku wurde geblockt. Es blieb beim 1:0 für Frankreich - Belgien ist raus, Endstation im Achtelfinale.

<p>Der Moment des Spiels: Der Ball schlägt hinter Casteels im Tor ein.</p>
Der Moment des Spiels: Der Ball schlägt hinter Casteels im Tor ein. | Foto: Photo News

Kommentare

  • .. wenn du Angsthasenfußball spielen lässt, musst du auch damit rechnen, dass der Gegner irgendwann eine Lücke findet..

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