[Media and Me] Der „Tanz der Drachen“ wird düsterer

<p>Olivia Cooke übernimmt auch in der zweiten Staffel von House of the Dragon die Rolle der Alicent Hightower.</p>
Olivia Cooke übernimmt auch in der zweiten Staffel von House of the Dragon die Rolle der Alicent Hightower. | Foto: Photo News/HBO Max

Der US-Sender HBO konnte mit „Game of Thrones“ unfassbare Quoten von durchschnittlich rund 33 Millionen Zuschauern pro Folge erreichen, wobei die weltweiten Streams nicht mal mitgerechnet wurden. Die Geschichte von „House of the Dragon“, welche ebenfalls auf den Fantasyromanen des Autors George R. R. Martin basiert, setzt knapp 200 Jahre vor den Geschehnissen von „Game of Thrones“ an und widmet sich dem Aufstieg und Fall der Herrscherfamilie Targaryen.

In der zweiten Staffel geht es vor allem um den Streit der Halbgeschwister Aegon und Rhaenyra Targaryen (gespielt von Tom Glynn-Carney und Emma D’Arcy) darüber, wem denn nun die Regentschaft über den Kontinent Westeros zusteht.

Obwohl die offiziellen Quoten der ersten Staffel an den alten Erfolg anknüpfen konnten, traf diese nicht nur auf positive Stimmen. Die zehn Folgen seien „insgesamt zu länglich-verplappert und von Zeitsprüngen zerfranst“. Die neue Staffel jedoch entwickelt „deutlich mehr narrativen Zug als die erste“ und hat allgemein mehr Tempo, mehr Höhepunkte und mehr Drachen.

Die Fans scheinen so oder so Freude an der Serie zu finden. Das Internet wird momentan förmlich mit Memes überflutet. Obwohl der „Tanz der Drachen“ immer düsterer, gemeiner und deprimierender wird, scheint das Internet in den königlichen Intrigen und hinterhältigen Machenschaften Heiterkeit zu finden. So wird sich über die Liebesgeschichte der Charaktere Alicent und Cole lustig gemacht, Aegon und seine Freunde auf den Stufen des Iron Throne werden mit der Serie „Gossip Girl“ verglichen und es wird Humor darin gefunden, dass Inzest das Publikum nur dann zu stören scheint, wenn die involvierten Charaktere unsympathisch sind.

Insgesamt kann die Serie die Fans jedoch nicht nur mit ihrem hohen Meme-Potenzial sondern auch durch die detailreiche und elegante Inszenierung der Welt von Westeros überzeugen. Vor allem wer schon gefallen an der Mutterserie „Game of Thrones“ gefunden hat, wird auch an „House of the Dragon“ sehr viel Freude finden.

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen des Projektes „Media and Me“. Während drei Tagen erhalten Teilnehmer ab 16 Jahren unter anderem Einblicke in die Abläufe der GrenzEcho-Redaktion und erstellen journalistische Texte zu aktuellen gesellschaftlichen Themen.

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