Ostbelgien ist in vielerlei Hinsicht eine Grenzregion. Hier treffen nicht nur Länder aufeinander, sondern auch Kulturen und Sprachen.
Statistikportal veröffentlicht aktuelle Zahlen: Nord-Süd-Gefälle bei Migration in Ostbelgien
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Ostbelgien ist in vielerlei Hinsicht eine Grenzregion. Hier treffen nicht nur Länder aufeinander, sondern auch Kulturen und Sprachen.
Kommentare
Interessante Zahlen, die zahlreiche Fragen aufwerfen und unterschiedliche Interpretationen und Bewertungen ermöglichen. Kommt nur auf die Sichtweise an.
Dass die in der DG lebenden deutschen Staatsbürger zur Gruppe der „Personen mit Migrationshintergrund“ gezählt werden, wirft allerdings die Frage auf, was angesichts der „Migrationspolitik“ über die z.Z. allerorts heftig diskutiert und gestritten wird, in diesem Kontext unter „Migration“ zu verstehen ist. Diesen Zahlen und dieser Darstellung zufolge ist jemand, der seinen Wohnsitz um z.B. 5 km von jenseits nach diesseits der belgischen Grenze verlegt, eine Person mit Migrationshintergrund. Laut allgemeiner Definition korrekt, nur entspricht der politische Diskurs dieser Sichtweise? Wohl kaum.
Eine Binsenweisheit bleibt, „wir sind alle Ausländer, fast überall“.
Die Anmerkung von Dieter Leonard sind bezüglich der Darstellung der Statistik in Bezug auf Migrationshintergrund vollkommen korrekt. Wenn man sich noch die TOP 10 der Anzahl Mitbürger ohne Belgischen Pass anschaut, so stellt man natürlich fest dass die Mitbürger mit deutscher Staatsbürgerschaft bei weitem den größten Anteil ausmachen, nämlich 11.797. Bei einigen weiteren Mitbürgern ohne belgischen Pass wissen wir natürlich warum sie hier sind, zum Beispiel im Fall der Ukraine (2. Stelle mit 596) oder im Fall von Bosnien-Herzegowina (246) oder vielleicht bei der Türkei . Hingegen kann man bei den Niederlanden oder Frankreich bzw. Luxemburg ebenso wenig an Migration denken wie bei Deutschland, bei gerade einmal 586, respektive 264 und 246 Mitbürgern. Interessant wäre es noch zu analysieren wie hoch der Prozentsatz der EU Bürger (Nicht-Belgier) ist der sich an Wahlen beteiligt und somit teilnimmt am politischen Leben. Das wäre insbesondere für die anstehenden Gemeinderatswahlen, wenn ich bedenke dass zum Beispiel in Raeren nahezu 50% eine andere Staatsbürgerschaft haben als die belgische. Die Wahlergebnisse zum Parlament der DG wiesen 49.652 Wahlberechtigte aus. Im Fall von Raeren bedeutet dies, dass weniger als 50% der Bevölkerung und sicher noch weniger Wahlberechtigte über die Zusammensetzung des Gemeinderats abstimmen. Was tut die Gemeinde pro-aktiv, um diese Mitbürger aus der EU für eine Beteiligung zu gewinnen, zumal man feststellt, dass viele auch in den unterschiedlichsten Initiativen, Vereinen und Bürgergruppen aktiv mitarbeiten. Es wäre schon interessant zu wissen, wie viele EU-Bürger sich für eine Beteiligung an den Gemeinderatswahlen vor sechs Jahren eingetragen haben.
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