Mehr als 90 Staaten: Ukraine-Friedensgipfel in der Schweiz hat begonnen

<p>Sicherheitskräfte sichern das Gelände während der Ankunft des ukrainischen Präsidenten Selenskyj am Flughafen Zürich Kloten. Selenskyj wird an der Konferenz «Summit on Peace in Ukraine» teilnehmen, die am 15. und 16. Juni im Bürgenstock Resort in der Zentralschweiz stattfindet.</p>
Sicherheitskräfte sichern das Gelände während der Ankunft des ukrainischen Präsidenten Selenskyj am Flughafen Zürich Kloten. Selenskyj wird an der Konferenz «Summit on Peace in Ukraine» teilnehmen, die am 15. und 16. Juni im Bürgenstock Resort in der Zentralschweiz stattfindet. | Foto: Michael Buholzer/KEYSTONE/dpa

Die Delegationen wollen in einem Luxushotel hoch über dem Vierwaldstättersee bei Luzern über den Getreideexport aus der Ukraine, die Sicherheit des von Russland besetzten Atomkraftwerks Saporischschja, eine Absage an den Einsatz von Atomwaffen und humanitäre Fragen wie den Gefangenenaustausch debattieren. Aus den USA kommt Vizepräsidentin Kamala Harris, für die Ukraine nimmt Präsident Wolodymyr Selenskyj teil.

An der zweitägigen Konferenz auf Initiative der Ukraine nehmen 57 Länder auf Ebene der Staats- und Regierungschefs teil. Es ist damit einer der größten Gipfel dieses Jahres. Auch wenn es nur begrenzte Hoffnung auf konkrete Ergebnisse gibt, gilt der Gipfel als wichtiges Zeichen der internationalen Solidarität mit der Ukraine. Denn es geht auch darum, eine möglichst breite internationale Unterstützung für den ukrainischen Friedensplan mit einem vollständigen Abzug Russlands vom ukrainischen Territorium zu gewinnen. Die Schweizer Ausrichter des Treffens hoffen zudem, dass eine weiterführende Konferenz noch in diesem Jahr beschlossen wird - und sich dann auch Moskau einbeziehen lässt.

Russlands Präsident Wladimir Putin wurde dieses Mal nicht eingeladen. Auch Moskaus wichtigster Verbündeter China hat abgesagt. Andere einflussreiche Freunde Russlands wie Indien und Südafrika sind zwar dabei, aber nicht einmal auf Ministerebene vertreten. Brasilien beteiligt sich nur als Beobachter. Ursprünglich hatte man gehofft, die Staats- und Regierungschefs der wichtigsten Verbündeten Russlands mit an den Tisch zu bekommen. (dpa/ag)

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