Elternschaft und Arbeit in Einklang bringen: Welche Lösungen gibt es?

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Die Umfrage, die auf Deutsch, Französisch, Niederländisch und Englisch verfügbar ist, richtet sich an alle Eltern und gemeinnützige Verbände des Landes. Nur wenige Befragte stammen jedoch aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft... Diese Gelegenheit, sich zu äußern, sollten Sie sich bis zum Ende der Befragung Ende Juni indes nicht entgehen lassen.

Elternschaft und Arbeit: aktueller denn je

Die Vereinbarkeit von Elternschaft und Beruf ist in Belgien ein großes Thema: Das Land gehört laut einer internationalen Studie, die in 42 Ländern durchgeführt wurde, zu den Top 3 der Länder mit dem höchsten elterlichen Burnout... Aber das ist noch nicht alles! In Belgien herrscht ein eklatanter Mangel an öffentlichen Kinderkrippen, was dazu führt, dass fast 50 % der Mütter ihre Berufstätigkeit im Jahr nach der Geburt ihres Kindes reduzieren oder aufgeben. Dieses Phänomen bleibt nicht ohne langfristige Folgen, wenn man bedenkt, dass Mütter innerhalb von acht Jahren nach der Geburt 43 % ihres Gehalts verlieren... Diese Zahlen sind nicht belanglos, sondern ganz im Gegenteil sehr besorgniserregend.

Die Erfahrung des „Elternwerdens“ scheint so alltäglich zu sein, dass sie bis heute kaum hinterfragt wurde. Dabei hat sich die Gesellschaft im Laufe der Zeit gewandelt: Frauen treten in den Arbeitsmarkt ein, Elternmodelle verändern sich, die Geburtenrate sinkt, usw. Während der Arbeitsplatz zu einem immer stärkeren sozialen Indikator wird, scheint seine Vereinbarkeit mit einem Familienleben und einer mentalen Gesundheit immer komplizierter zu werden.

Eine viersprachige Konsultation für eine Mobilisierung aller Belgier!

Um Beschäftigung und Elternschaft miteinander in Einklang zu bringen - eine Problematik, die Auswirkungen auf die Wirtschaft, die Gleichberechtigung von Mann und Frau, die öffentliche Gesundheit, aber auch auf die Kinder hat – gilt es, noch viele Fortschritte zu erzielen... Um dies zu erreichen, hat die Degroof Petercam-Stiftung Sozialpartner, Vereinigungen, Forscher... und Bürgerinnen und Bürger aus ganz Belgien aufgerufen, sich zu beteiligen. Sie startete eine Konsultation in einem bisher völlig neuen Umfang, die auf Deutsch, Französisch, Niederländisch und Englisch auf der Plattform make.org mithilfe von künstlicher Intelligenz durchgeführt wurde. So können alle Betroffenen ihre Stimme erheben: Mütter, Väter, werdende Eltern, die arbeiten, arbeiten wollen oder gearbeitet haben, aber auch alle in dieser Problematik eingebundenen Interessengruppen (Arbeitgeber, Familien, Verbände usw.).

Um an dieser Bürgerbefragung eines bisher nicht gekannten Umfangs teilzunehmen und zu sehen, wie Ihre Lösungen umgesetzt werden, um Sie bei der Vereinbarkeit von Elternschaft und Beruf zu unterstützen, klicken Sie hier.

Mehr als 90.000 Antworten, aber nur wenige Deutschsprachige...

Die Anfang Mai gestartete Konsultation zählt derzeit mehr als 90.000 Stimmen und fast 500 Vorschläge. Das ist ein Erfolg! Die Degroof Petercam-Stiftung macht jedoch darauf aufmerksam, dass bislang nur wenige Vorschläge aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft stammen... Ein bedauerliches Manko, da die vorgeschlagenen Lösungen umgesetzt werden sollen, um auf konkrete Probleme zu reagieren, mit denen alle Eltern konfrontiert sind!

Zu den bisher vorgeschlagenen Lösungen gehören: Förderung von Betriebskindergärten; Ermöglichung von mehr Telearbeit; Einführung eines bezahlten und beitragspflichtigen Elternurlaubs für Unternehmer; Einführung eines Labels für „elternfreundliche“ Unternehmen; Beendigung der Stigmatisierung von Eltern, die in Teilzeit arbeiten; etc. Die Teilnehmer können nicht nur ihre eigenen Lösungen einreichen, sondern auch auf die Vorschläge der anderen Bürger reagieren und so ein beispielloses Referendum schaffen.

Die Konsultation läuft bis zum 30. Juni, es bleiben also noch etwas mehr als zwei Wochen, um daran teilzunehmen!

Um an dieser Bürgerbefragung eines bisher nicht gekannten Umfangs teilzunehmen und zu sehen, wie Ihre Lösungen umgesetzt werden, um Sie bei der Vereinbarkeit von Elternschaft und Beruf zu unterstützen, klicken Sie hier.

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