Was sind PDG-Wahlen?
PDG ist die Abkürzung für „Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft“. Am kommenden Sonntag, 9. Juni, wird ein neues Parlament in Eupen gewählt wird. Das PDG hat 25 Mitglieder, die Gesetze für die Deutschsprachige Gemeinschaft machen. Außerdem kontrolliert das Parlament der DG die Regierung. Es hat aber auch noch andere Aufgaben.
Welche anderen Wahlen gibt es am kommenden Sonntag?
Am kommenden Sonntag gibt es viele Wahlen in Belgien. Es wird das föderale Parlament in der Hauptstadt Brüssel gewählt, das die ganze Nation repräsentiert. Auch die Parlamente in der Wallonie, in Brüssel und in Flandern werden neu gewählt. Zusätzlich gibt es noch die Europawahlen. Bei diesen Wahlen können die Deutschsprachigen einen eigenen Kandidaten ins Europaparlament wählen.
Wer darf oder muss in Belgien wählen?
In Belgien müssen alle Leute ab 18 Jahren wählen gehen, wenn es Wahlen gibt. Das heißt, sie müssen zu einem Wahllokal gehen und ihre Stimme abgeben. Sie können auch weiß wählen und stimmen damit für keine Partei. Die Wahlpflicht ist wie eine Pflicht, die man erfüllen muss, ähnlich wie zur Schule gehen.
Wie viele Menschen dürfen in der DG wählen gehen?
Bei den Wahlen am 9. Juni sind 49.652 Menschen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft wahlberechtigt. Die meisten Wähler gibt es in Eupen, die wenigsten in der Gemeinde Burg-Reuland.
Gibt es noch andere Wahlen in diesem Jahr?
Ja, im Oktober gibt es wie schon am Anfang erklärt Gemeindewahlen. Am 13. Oktober werden in allen Gemeinden in Belgien neue Gemeinderäte gewählt. Das betrifft auch die neun deutschsprachigen Gemeinden wie Eupen, St.Vith und Kelmis, um nur drei zu nennen. Außerdem gibt es an diesem Tag auch die Provinzwahlen.
Wer tritt am 9. Juni bei den PDG-Wahlen an?
Acht Listen nehmen an den Wahlen teil. Sechs Parteien, die schon im PDG sind, treten mit einer kompletten Liste von 25 Kandidaten an, die gewählt werden können: ProDG, CSP, SP, Vivant, Ecolo und PFF. Es gibt auch eine Liste von Jolyn Huppertz, die bisher schon im Parlament vertreten ist, und einen Einzelkandidaten, Gerhard Schmitz.
Wie werden die Sitze im PDG verteilt?
Die 25 Sitze im PDG werden nach dem sogenannten Verhältniswahlrecht vergeben. Das bedeutet, dass die Anzahl der Sitze, die eine Partei bekommt, von der Anzahl der Stimmen abhängt, die sie von den Wählerinnen und Wählern erhält. Es gibt dann noch die Fünf-Prozent-Hürde. Das bedeutet, Parteien müssen mindestens fünf Prozent der Stimmen bekommen, um einen Sitz zu bekommen.
Wie war das Ergebnis der letzten PDG-Wahlen?
Bei den letzten Wahlen gewann ProDG mit 23,33 Prozent der Stimmen und erhielt 6 Sitze. Die CSP bekam 23,14 Prozent der Stimmen und ebenfalls 6 Sitze. SP (4 Sitze), Vivant (3), Ecolo (3) und PFF (3) erhielten jeweils weniger Sitze.
Wie sieht die aktuelle Regierung aus?
Seit 20 Jahren gibt es eine Koalition aus ProDG, SP und PFF. Oliver Paasch von ProDG ist der Ministerpräsident. Das heißt, er führt die Regierung an. Die SP und PFF haben jeweils einen Minister in der Regierung.
Sind die Minister auch Mitglieder im PDG?
Nein, wenn jemand Minister wird, gibt er seinen Sitz im PDG ab und wird ein Teil der Regierung. Die Ministerinnen und Minister sind aber bei den Sitzungen dabei und dürfen dort sprechen.
Gibt es etwas Besonderes bei den Wahlen am 9. Juni?
Ja, bei den Europawahlen dürfen erstmals auch junge Erwachsene, die 16 und 17 Jahre alt sind, wählen. Für die anderen Wahlen bleibt das Wahlalter bei 18 Jahren.
KURZ ERKLÄRT
Wörter, die oft gesagt werden, wenn man über Politik spricht

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