Am Sonntag war ein Mitglied der Elitestreitmacht in der Nähe von Aleppo bei einem mutmaßlich israelischen Luftangriff getötet worden. Der Dienstgrad des Revolutionswächters war nicht bekannt. Es dürfte sich jedoch um ein Mitglied der unteren Ränge gehandelt haben.
Ein israelischer Luftangriff auf das iranische Botschaftsgelände in der syrischen Hauptstadt Damaskus, bei dem Anfang April zwei Generäle der Revolutionswächter getötet worden waren, hatte die Erzfeinde Iran und Israel an den Rand eines Krieges gebracht. Der Iran reagierte erstmals in der Geschichte der Islamischen Republik mit einem direkten Angriff auf den jüdischen Staat und feuerte Hunderte Raketen, Drohnen und Marschflugkörper ab, die von Verbündeten und Israels Luftabwehr größtenteils abgewehrt wurden.
Seit der Revolution von 1979 gelten die USA und Israel als Erzfeinde der Islamischen Republik Iran. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu bezeichnete den Iran in der Vergangenheit ebenfalls als „wichtigsten Feind“. Nach Ausbruch des Gaza-Kriegs vor acht Monaten haben auch die Spannungen zwischen Israel und Irans Staatsmacht drastisch zugenommen. Der jüdische Staat sieht sich nach Angriffen von Milizen im Libanon, in Syrien, im Irak und im Jemen, die mit dem Iran verbündet sind, an mehreren Fronten unter Beschuss. (dpa/mo)

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