Ohne Drama kann es Novak Djokovic offenbar nicht: Zwei Tage nach seinem nächtlichen Drittrunden-Rekordmatch hat sich der serbische Tennisstar bei den French Open förmlich ins Viertelfinale gequält. Gehandicapt von einer Knieverletzung und sichtlich unzufrieden mit sich und der Welt lieferte der Titelverteidiger erneut einen nervenaufreibenden Fünf-Satz-Krimi, in dem er sich nach 4:39 Stunden mit 6:1, 5:7, 3:6, 7:5, 6:3 gegen den argentinischen Außenseiter Francisco Cerúndolo durchsetzte.
Mit seinem 370. Sieg bei einem Grand-Slam-Match überflügelte er die Schweizer Tennis-Ikone Roger Federer in dieser Statistik. Auch bei der Anzahl der Viertelfinals bei den vier großen Turnieren hat der Serbe (59) den zuvor mit Federer (58) geteilten Rekord gebrochen. In Paris zog er zum 15. Mal in Serie in die Runde der besten Acht ein - doch in Titelform präsentierte sich der 24-malige Grand-Slam-Turniergewinner gegen Cerúndolo nicht. Vor allem sein körperlicher Zustand wirft Fragen auf.
Zuvor hatte der Australier Alex De Minaur für eine der bislang wenigen Überraschungen in Paris gesorgt und das Viertelfinale erreicht. Der 25-Jährige besiegte den Weltranglisten-Fünften Daniil Medwedew aus Russland mit 4:6, 6:2, 6:1, 6:3. (sid/mn)

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