Ich stimme Myriam Deraideux (Vivant) zu ihren Äußerungen bezüglich der Kinderbetreuung zum Großteil zu. Ich finde ihren Vorschlag zur Einführung eines Betreuungsgeldes für die Eltern sehr gut, bis auf den schlimmen Nebensatz, laut dem dieses Geld nur an die Eltern gezahlt werden soll, die ihre Kinder selber betreuen. Das ist wohl gut gemeint, aber nicht zu Ende gedacht.
Die Unterscheidung zwischen den Eltern, die zuhause bleiben und den anderen, erfordert zum einen schwer zu definierende Kriterien (was, wenn das Kind nur zeitweilig fremdbetreut wird?), und zum Anderen erfordert die Überprüfung einen sehr großen zusätzlichen Verwaltungsaufwand, sowohl bei den Fremdbetreuern, als auch beim ZKB.
Viel einfacher, effizienter und im Sinne sowohl des Kindes und der Eltern als auch der Fremdbetreuer ist ein bedingungsloses Elterngeld bzw. Betreuungsgeld für alle Eltern gepaart mit der Auflösung des ZKB und der Privatisierung aller Betreuungsstrukturen. Letztere können dann nach eigenem Ermessen den Eltern ihre Dienste anbieten, und die Eltern können dann dank des Elterngeldes auch höhere Beiträge an diese zahlen, wenn sie diese in Anspruch nehmen möchten. Der Wegfall des teuren Verwaltungsapparats namens ZKB macht erhebliche Mittel frei, die ohne Umweg direkt an die Eltern gezahlt werden können.
Die Funktion des ZKB (Organisieren, Kontrollieren, ...) können die Eltern und die selbständigen Fremdbetreuer mindestens genau so gut erledigen. Das ZKB ist genau so überflüssig wie es z.b. auch ein 20 Mann/Frau starkes Zentrum für Handwerkervermittlung wäre.
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