Historischer Rahmen zur räumlichen Umgestaltung

Nun steht das frühere Hotel zum Verkauf - und bietet dem künftigen Eigentümer durchaus vielschichtige Nutzungsmöglichkeiten. Standort wie Struktur bieten zahlreiche Optionen, so von der Mehrgenerationenstätte oder der touristischen Herberge („Gite“) über einen gesamten respektive teilweisen Umbau zu Wohnungen oder eine Zweckstimmung im Horeca-Segment bis hin zur Einpflanzung von Büros oder als freiberufliche Drehscheibe. Vor allem das räumliche Angebot ist mit knapp tausend Quadratmetern „Wohnfläche“ an einem kommerziell strategischen Standort überaus großzügig. Ein Plus sind nicht zuletzt das weitläufige Areal (Parking) und die seitliche Grünfläche.

Lage

Die Lage unweit des bekannten Königlich Preußischen Postsortierzentrums von 1907 in der Rue Mitoyenne (Neutralstraße), unmittelbar an der Bahntrasse, ist zweifellos interessant. Die Nähe zu Herbesthal und somit zur Gemeinde Lontzen garantiert vielfältige Dienstleistungsvorzüge - die aber auf der anderen Straßenseite, in Welkenraedt, nicht geringer sind. Nur halt in Französisch. Und bis Eupen mit seinem urbanen Charakter und seinem breiten Angebot sind es nur wenige Kilometer. Noch näher liegt die E40 mit Auffahrt Eupen/Lontzen und darüber hinaus die Anbindung wahlweise ins Landesinnere oder nach Deutschland.

Beschaffenheit

Sicherlich ist das Anwesen „in die Jahre gekommen“, wenngleich zwischendurch mehrfach renoviert. So zuletzt noch die Dach- und Giebelverkleidung. Auch innen weist das Gebäude nach wie vor eine solide Bausubstanz auf (freilich mit energetischen Schwächen). Die räumliche Konzeption entwickelt sich von unten nach oben - über vier Geschosse (plus Keller und Speicher) mit jeweils abnehmender Deckenhöhe, so dass letztlich jede Etage und jedes Zimmer eine eigene konzeptionelle Ausrichtung erfährt. Zurückzuführen auf die vormalige Hotelstruktur mit immerhin zehn Gästezimmern (ein für damalige Zeiten beachtliches Angebot).

Skizzierung

Das Gebäude ist unübersehbar ein architektonisches „Kind“ seiner Zeit, also jener Epoche, als Herbesthal als Eisenbahnknotenpunkt von internationalem Stellewert im äußersten Winkel Preußens Geschichte schrieb. Nur eine Straßenbreite vom Königreich Belgien entfernt, war auch das Hotel Heeren mit Café, Ess- und Festsaal und sogar „salle de jeux“ (mit Billardtisch) eine gefragte und geschätzte Anlaufstelle für Zugreisende, aber ebenso für lokale Gäste. Ein mondäner Charme, der das Anwesen auch heute in seiner charaktervollen Gediegenheit und mit seinem Mix aus roten Backsteinen und grauen Ziegeln weiterhin umweht.

Preis

Der Preis von 450.000 € steht einerseits für das großzügige Raumangebot, andererseits für die vielfältigen Gestaltungsoptionen in einem geschichtlich bedeutenden Gebäude (das übrigens bis vor kurzem noch bewohnt war, aufgrund von familiären Veränderungen aber nun zum Verkauf steht). Zugleich sei auf die weiterhin hochwertigen Materialien verwiesen, wie u.a. Blausteinfliesen in der Küche oder Parkett in vielen anderen Räumen. Und dann wären da nach wie vor interessante bauliche „Relikte“ aus historischer Zeit, wie etwa das original belassene Treppenhaus, die (falschen) Kamine oder die Gewölbestruktur im Keller.

Info & Detail

ADRESSE: Rue Mitoyenne 118/129, Herbesthal, 4710 LONTZEN

OBJEKTART: Vormals historisches Hotel

BAUJAHR: 1850-1874 [zwischenzeitliche Teilrenovierung]

GRUNDSTÜCK: 1.170 Quadratmeter

WOHNFLÄCHE: 960 Quadratmeter

NUTZFLÄCHE [KELLERGESCHOSS]: 240 Quadratmeter

SCHLAFZIMMER: Zehn

BÄDER: Vier

RÄUME INSGESAMT: Zwanzig [u.a. vormalige Gemeinschaftsräume]

GARAGE: Keine, dafür aber reichlich Stellfläche außen

AREAL: Seitliche Grünfläche mit hohem Baumbestand

SONSTIGES 1: Teils noch ursprüngliche Materialien [wie Blausteinboden]

SONSTIGES 2: Gewölbekeller zur Lagerung oder Umnutzung

HEIZUNG: Öl [zentral]

PREIS: 450.000 €

KONTAKT: info@nyssen.be

„Unter die Lupe“ nimmt das GrenzEcho auf seinen Immo-Seiten stets ein Objekt, das im Anzeigenteil der Printausgabe und des Onlineportals angeboten wird. Die Charakterisierung betrifft namentlich die Segmente Lage, Skizzierung, Beschaffenheit und Preis, , kann aber abgewandelt werden. Hintergrund ist eine Momentaufnahme zur aktuellen Situation auf dem regionalen Immobilienmarkt in Ostbelgien und Umland (punktuell auch anderswo mit regionalem Bezug). Diesmal „im Fokus“ ein historisches Anwesen in Herbesthal mit vielschichtigen Umnutzungsoptionen. Text: nemo.presse & Fotos: Agentur

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