AS verabschiedet sich mit Sieg – und schießt RWDM zum Abstieg

<p>Die AS Eupen beendet die Saison 2023/24 mit einem Sieg.</p>
Die AS Eupen beendet die Saison 2023/24 mit einem Sieg. | Foto: David Hagemann

Nach der 0:2-Niederlage im Kehrwegstadion steht RWDM als zweiter von bis zu drei Absteigern fest. Mit einem Sieg hätte sich Molenbeek noch in die Play-off-Runde gegen einen Zweitligisten gerettet. Dort startet nun der KV Kortrijk trotz einer 1:3-Niederlage in Charleroi. 

Für die AS Eupen startet nun die Sommerpause. Anfang Juli werden die Spieler zum Trainingsauftakt erwartet - unklar ist, welche Profis und welcher Trainer dann am Kehrweg in die Vorbereitung starten. 

AS Eupen 2:0 RWDM

Aus rein sportlicher Sicht stand für die AS Eupen am Samstagabend nichts mehr auf dem Spiel – anders sah es für RWDM aus: Die Molenbeeker benötigten am Kehrweg unbedingt einen Sieg und einen Punktverlust von Kortrijk gegen Charleroi, um nicht gemeinsam mit der AS den Gang in die zweite Liga antreten zu müssen. 

Foto: David Hagemann

Vor dem Anstoß machte ein Teil der AS-Fans ihrem Unmut über eine verkorkste Saison Luft: „Der Fisch stinkt vom Kopf“, war auf einem Banner zu lesen. Eupen, das mit nur einem einzigen Pünktchen aus den ersten fünf Spielen eine katastrophale Abstiegsrunde spielte, startete vor 2.176 Zuschauern verhalten in die Partie.

AS-Fans protestierten mit mehreren Transparenten

Auch das unter Druck stehende RWDM brauchte einige Minuten, um sich seine erste Chance zu erspielen: Abe hätte in der 17. Minute das 0:1 erzielen müssen. Eupen kam wenig später über Pattynama zu einer ersten guten Aktion: Nach seinem guten Zuspiel verpasste Van Genechten per Volley die Führung der AS. 

Bis zur Pause kam Eupen zu mehreren guten Aktionen, spielte aber viele von ihnen nicht gut zu Ende: So spielte Keita im Strafraum einen schlechten (letzten) Pass (27.), später scheiterten auch Keita und Nuhu aus zentraler Position. Für RWDM scheiterte Alberto auf der Gegenseite an Slonina (35.).

Foto: Mike Notermans

Währenddessen wurde auf den Rängen weiter protestiert: „Henkelpott statt Märchen-Gott. Lösungen bringen, statt Reden schwingen“ und „KATARstrophale Saison - Zeit für neue Eigentümer“, war auf Transparenten zu lesen. Bis zur Pause blieb es am Kehrweg beim 0:0 – RWDM war virtuell abgestiegen, obwohl Kortrijk nach den ersten 45 Minuten mit 0:2 in Charleroi zurücklag.

Unmittelbar nach Wiederanpfiff knallte Bialek den Ball aus der zweiten Reihe auf das Tor und zwang Hubert zu einer Parade. Zehn Minuten später ging die AS Eupen in Führung – und das nach einer herrlichen Aktion von Nuhu. Der in der aktuellen Saison eher als Chancentod bekannte Angreifer umspielte mehrere Gegenspieler und überwand dann auch Torwart Hubert – nicht ideal platziert – mit einem Schuss ins „kurze Eck“. RWDM stand mit anderthalb Beinen in der Challenger Pro League und brauchte nun zwei Tore, um zumindest den direkten Abstieg noch zu vermeiden.

<p>Nuhu brauchte die AS Eupen nach der Pause in Führung.</p>
Nuhu brauchte die AS Eupen nach der Pause in Führung. | Foto: David Hagemann

Nach 66 Minuten erhielten die Gäste nach einem Foulspiel des gerade eingewechselten Youndje einen Elfmeter. Nachdem der VAR eingegriffen hatte, nahm Schiedsrichter D'Hondt den Strafstoß aber wieder zurück und entschied auf Freistoß, da das Foulspiel an Segovia außerhalb des Sechzehners stattfand.

RWDM lief nun langsam die Zeit davon – wirklich nahe kamen die Gäste dem Ausgleichstreffer nicht. Eupen spielte währenddessen munter mit - in der 88. Minute spielte der eingewechselte Piron den Ball flach in den Strafraum. Dort lenkte Makasso den Ball bei einem Rettungsversuch in das eigene Tor - 2:0 im Kehrwegstadion. Sekunden später hatte Youndje sogar das 3:0 auf dem Fuß, ehe auch Bialek denkbar knapp scheiterte (91.). Es blieb beim 2:0 - für Eupen war es der erste Sieg seit dem 10. März. Mit dem Erfolg schossen die „Pandas“ auch RWDM in die zweite Liga.

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