Palästina und die Scharia-Bedrohung der Demokratie

<p>Auf dem Computermonitor ist eine Website mit Propaganda des IS zu sehen.</p>
Auf dem Computermonitor ist eine Website mit Propaganda des IS zu sehen. | Foto: picture alliance

Erinnerungen an die späten 1980er und die 1990er Jahre werden wach, als die USA und ihre Verbündeten zum Feindbild schlechthin eines gewissen Osama Bin Laden wurden.

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Kommentare

  • In der Folge der „Kalifat-Veranstaltung“ in Hamburg, gab es in den deutschen Medien zahlreiche Diskussionsrunden zwecks Aufarbeitung und Reaktion.
    Immer wieder wurde betont, nicht der Islam, also die Religion sei das Problem, sondern der Islamismus und die Radikalisierung von Muslimen.

    Glücklicherweise gab es den Politilogen Hamed Abdel-Samad, der dieser These widersprach.
    Der aus Ägypten stammende Samad, Sohn eines sunnitischen Imams und in seiner Studentenzeit Mitglied der radikal-islamischen Muslim-Bruderschaft und Autor u.a. des Buches, „Der islamische Faschismus“, ist der Ansicht, dass auch der Islam Gegenstand einer kritischen Betrachtung sein darf und - wenn man den Ursachen des Islamismus auf den Grund gehen möchte - sein muss.

    Bei solchen Aussagen zucken die Anwesenden meist zusammen oder rutschen nervös auf ihren Stühlen. Schnell könnte man ja als islamophob gelten und zur Zielscheibe nicht nur der Islamisten sondern all derer werden, für die die kritische Auseinandersetzung mit Religionen und ihren Texten immer noch als Blasphemie gedeutet wird. Je nach Land, wo dies geschieht ist man dann auch schnell mal einen Kopf kürzer…

    Alle 3 abrahamitischen Religionen und Ihre Texte beinhalten - neben ihrer vermeintlich „friedlichen Essenz“ - gewaltverherrlichende, rassistische, sexistische, homophobe und andere Religionen und deren Anhänger herabwürdigende Inhalte. In keinem dieser Texte ist ein stringenter Wertekanon zu finden sondern ein Selbsbedienungsladen für alle möglichen spirituellen bis politischen Fantasien. Autoritäre Machtausübung und Gewalt inbegriffen.

    Das Christentum und die ungesunde Verquickung religös-kirchlicher und staatlicher Macht, war maßgebend für das dunkle europäische Mittelalter verantwortlich. Erst durch die Aufklärung und humanistische Kräfte konnte der in den meisten gesellschaftlichen Bereichen bisweilen menschenverachtende, hemmende und rückwärtsgewandte Einfluss der Religion und ihrer Institutionen und Vertreter Einhalt geboten werden.

    In islamischen Gottesstaaten ist das geistige Mittelalter omnipräsent, mit allen bekannten Konsequenzen für die gesellschaftlich Entwicklung. Und nein, dies hat weder mit kolonialen noch neokolonialen Bestrebungen zu tun, sondern mit einer religiös-archaischen Ideologie.

    Wenn im Islamunterricht an öffentlichen Schulen in der DG gelehrt wird, Allah sei der einzig wahre Gott (von anderen Absurditäten ganz zu schweigen) und außer Ministerin Weykmans niemand im politischen „Ostbelgien“ die Notwendigkeit einer Reform des Bekenntnisreligionsunterrichtes an unseren Schulen erkennt, ist es mit der Säkularisierung bzw. einer „endlich gelebten Trennung von Kirche und Staat auch an unseren Schulen“ wohl nicht weit hin.

    Wer aus falscher Rücksichtnahme oder purem wahltaktischen Opportunismus sich diesen Problemen nicht stellt oder Antworten verweigert, handelt nicht nur feige sondern angesichts von Entwicklungen in die völlig falsche Richtung auch verantwortungslos.

  • Müsste heißen: „… ist es mit der Säkularisierung… wohl noch weit hin.“

  • Kleines "Wort zum Sonntag", wenn es denn bis dahin freigeschaltete wird:
    "Sure 41 Vers 34 - Eine gewaltige Zumutung" (DLF 12.02.2016)
    Bei einer gewissen Anhängerschaft scheint die Befürwortung von Gewalt (zum Glück nicht gleichzusetzen mit effektiver Gewalt) gegen Anders- oder Ungläubige in (fast) jeder Glaubensgemeinschaft vorhanden zu sein.
    Und das trotz aller Verse wie dieser Koransure und dem christlichen "Liebet eure Feinde!"

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