Nachtwächter nach Ternell befördert

<p>Claire Meyers-Michel</p>
Claire Meyers-Michel | HT

In ihrer 1965 veröffentlichten Schrift „Dohme Jupp und seine Eupener Zeitgenossen“ berichtet Claire Meyers-Michel auch von Nachtwächtern um die Wende zum 20. Jahrhundert: „Sehr viel Spaß hatte die Eupener Jugend mit dem Nachtwächter Julius Plankermann, kurz Plankill genannt. Das war ein lustiger Nachtwächter! Wie oft lockte man ihn in die Wirtsstuben, animierte ihn zum Trinken bis er sinnlos besoffen war, fuhr ihn dann weit fort und setzte ihn dort ab. So haben sie ihn einmal bis Ternell befördert.

Ein anders Mal tat er ‚Dienst‘ im Gasthof Amerika im Schilsweg. Man setzte ihm einen Helm auf und band ihm einen hölzernen Säbel um. So brachten sie ihn nachts bis Aachen, wo die Spaßmacher ihn zwischen die leeren Kasten der Marktweiber setzten. Bei dem Krach, den die ‚Hoeke‘ machten, als sie den sonderbaren Gast am Morgen fanden, wird Plankill wohl schnell nüchtern geworden sein.

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